Samstag, 23. Januar 2010

Pirmasens - Eine Hommage an meine Heimatstadt (durchaus auch mit kritischen Untertönen)




Pirmasens, die Deutsche Schuhmetropole, meine Heimatstadt, das "Tor zum Pfälzerwald", war mir nun schon den zweiten Film "aus alten Tagen" wert.



Es wird einem ja auch richtig wehmütig ums Herz, wenn man all die unwiderbringlich verlorenen Schönheiten in alten Fotos sieht.

Aber ich dokumentiere auch das Pirmasens von heute. Das Porträt einer Stadt, deren Strukturschwäche sie unter hoher Arbeitslosigkeit leiden läßt.


Wo aber auch privates Engagement nicht nur das historische Erbe der Schuhstadt bewahrt, sondern auch durch kreativen Ideenreichtum mit neuem Leben füllt.

Und vergessen wir eines nicht: nach wie vor ist Pirmasens der einzige internationale Messe-Standort in Rheinland-Pfalz!

Pirmasenser Impressionen


Speziell zu Pirmasens gibt es eine Playlist auf meinem YouTube-Kanal:



Außer bei der Bildmaschine gibt es auf meinem Mecom-Pool ein spezielles Bildangebot zu Pirmasens.

Ähnliche Artikel:

Die Karte zur Region


P.S.:

Für Pirmasens habe ich noch einen ganz speziellen Geheimtipp für alle Freunde scharfen Essens. Die erste Painfood-Bude von Rheinland-Pfalz.

© www.franz-roth-pics.de

Kommentare:

  1. als ich das letzte mal durch pirmasens gebummelt bin ( innenstadt ) war alles sehr , sehr schmutzig, überall lag dreck rum, viele läden waren leer, sehr viele ausländer.

    es war einfach schmutzig, ja es lag sogar eine art endzeitstimmung über dieser stadt.

    da fragt man sich, warum man eine stadt so verkommen lassen kann.

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  2. Ja, das ist leider so.

    In der Fußgängerzone in der Hauptstraße stehen zig Geschäfte leer. Es ist am Samstagmorgen kaum was los. Früher steppte da der Bär.

    Mein Foto aus der Süddeutschen Zeitung ist an einem Samstagmorgen im Sommer 2007 entstanden. Es war ca. 10:00 Uhr und tote Hose.

    Ich hatte in meinen Pirmasenser Zeiten von 1980 bis 1982 in der Hauptstraße gewohnt. Da bist du abends dann ins Eiscafe und da war immer was los gewesen. Haste manchmal kaum 'nen Platz gekriegt.

    In der Weihnachtszeit 2007 sind wir dann auch auf den Belznickelmarkt.

    Das war so was von ernüchternd.

    Ich habe damals einen Bilderdienst mit folgendem Text gemacht:

    Die rechte Weihnachtsstimmung wollte nicht aufkommen beim 1. deutsch-französischen Belznickelmarkt in Pirmasens

    Erstmals fand in diesem Jahr auf dem traditionellen Pirmasenser Belznickelmarkt am Samstag, 1. Dezember 2007, der erste Deutsch-Französische Belznickelmarkt statt, bei dem Anbieter aus dem nahen Frankreich und aus dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen ihre Produkte anboten. Doch es kann nicht nur das regnerische Wetter gewesen sein, das in der Stadt mit der höchsten Millionärsdichte in Rheinland-Pfalz die Menschen vom Besuch des Marktes abhielt. Denn Pirmasens hat mit 14,8% (Stand Ende Oktober 2007) auch eine weit über dem Landesschnitt liegende Arbeitslosenquote vor zehn Jahren - 1997 - hatte die ehemalige Deutsche Schuhmetropole mit 20% Arbeitslosen gar die höchste Quote in Rheinland-Pfalz!). Da sitzt kein Geld mehr locker für vorweihnachtliche Köstlichkeiten oder Kunsthandwerk. Und die vielen Millionäre der Stadt besuchen ohnehin andere, bedeutendere Weihnachtsmärkte.

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  3. Pirmasens hat keine g'scheite Infrastruktur.

    Selbst heute noch halten der OB Matheis und der Landrat Dupre immer noch an Konzepten fest, die was mit Schuhindustrie zu tun haben. Anstatt mal das touristische Potential zu fördern.

    Man suche mal in Pirmasens nach einer vernünftigen Übernachtungsmöglichkeit!

    Und selbst die Öffnungszeiten der Museen im Alten Rathaus sind sowas von besucherfeindlich. Das kann das komische Dynamikum in der ehemaligen Rheinberger'schen Schuhfabrik auch nicht wettmachen.

    Am 3. Oktober 2008 hatten wir Annett und Ralf Gosch aus Schwerin auf der Durchreise ins Burgund zu Gast. Die wollten sich da erst mal auch Pirmasens ansehen und haben alleine nix Sehenswertes gefunden.

    Wenn du da keinen Insider dabei hast, dann findest du auch nix.

    Das ist kein Touristenziel.

    Deswegen ist es mein Ziel, dieses Kaff auf dem absteigenden Ast etwas bekannter zu machen. Vielleicht tut sich dann ja irgendwann mal was.

    Ist aber 'ne Sisyphus-Arbeit ...

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  4. franz...das hier ist auch pirmasens

    http://www.pfalz-bild.de/html/vergessener_wohnblock.html

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  5. übrigens in neustadt ist es auch fast so weit, habe da kürzlich mit einem anwalt drüber gesprochen...er sagte mir das die stadt mehrere millionen locker machen will um das sterben der innenstadt aufzuhalten.
    auch soll die stadt wieder sauberer werden

    da fragt man sich...wo will die stadt in der heutigen zeit die millionen hernehmen !

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  6. Die ganze Sch... "Agenda 2010" mit den bescheuerten Hartz-Gesetzen ist an sowas mitschuldig.

    Bevor es diesen Mist gegeben hat, konnte auch ein Arbeitsloser noch was kaufen. Oder mal 'nen Kaffee trinken gehen.

    Er hat also seinen Beitrag zum Umsatz der Geschäfte geleistet. Und die haben nicht dichtmachen müssen, sondern Gewerbesteuer bezahlt. Und Umsatzsteuer. Und so weiter und so fort.

    Welches Großunternehmen zahlt denn eigentlich noch Steuern?

    So einfach ist das.

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  7. stimmt was du sagst...aber das alles hat nichts mit dem dreck auf den straßen zu tun.

    dieser dreck wird einfach nicht mehr weg gemacht, sondern er bleibt liegen. es wird sich bestimmt ne dumme schulklasse finden die im rahmen ihrer projektage, den dreck entfernt.

    ich würde 10 arbeitslose nehmen und jeden tag zumindest die fußgängerzohnen reinigen...wo ist das problem.

    die cafes haben sich das auch ein gutes stück selbst zuzuschreiben, die haben doch damals als erste den euro eins zu eins übernommen.
    früher kostete eine tasse kaffee 1.50 dm oder auch mal 2.50 dm, heute zahlst du 3 .50 euro und mehr.

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  8. Das ist richtig, was die Kommunen leisten, das ist herzlich wenig. Nun gut, die sind (fehlende Gewerbesteuer!) recht klamm.

    Wir hatten das auch hier Nürnberg, daß städtische Grünflächen verwahrlost waren und überall der Dreck rumlag. Weil es einfach nicht mehr genügend - festangestellte - kommunale Arbeiter gibt. Aber dafür steigen die Gebühren und Abgaben (habe grade mal wieder den Grundsteuerbescheid für unser Haus in der Pfalz gekriegt und die Wasserrechnung).

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  9. wenn ich du wäre hätte ich das haus schon längst verkauft und mir ne schicke eigentumswohnung an der südlichen weinstraße zugelegt.

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  10. Ne,ne, kommt gar nicht in die Tüte!

    In der schicken Eigentumswohnung kannste nicht den Garten-Paparazzo geben und keine Service-Videos "Heim & Garten" drehen. Das ist doch mein "Open-Air-Studio".

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