Mittwoch, 10. Februar 2010

Es bleibt winterlich in Bayern

Heute nacht und heute früh hat es erneut geschneit. Und ein Ende ist nicht absehbar. Am kommenden Wochenende wird wegen der erwarteten Schneefälle und wegen des Urlaubsrückreiseverkehrs mit starken Behinderungen auf den bayerischen Autobahnen gerechnet.

Wer dem Winter gerne ein paar romantischere Seiten abgewinnen möchte, dem empfehle ich (wie schon in meinen Weihnachtsgrüßen) Europas schönsten Landschaftsgarten.

Sanspareil im oberfränkischen Wonnsees (Landkreis Bayreuth) ist Europas schönster sentimentaler Landschaftspark und lohnt auch im Winter auf jeden Fall einen Besuch. Aber Vorsicht ist geboten! Denn die Wege und Treppen werden weder geräumt noch gestreut. Festes Schuhwerk ist also obligatorisch. Anlegen ließ diesen Garten Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die Schwester Friedrichs des Großen, im Jahre 1744. Als Architekten des Felsengartens werden Joseph Saint-Pierre und Giovanni Battista Pedrozzi genannt. Der Name des Parks geht auf den Ausruf einer Hofdame des Bayreuther Markgrafen zurück: "Cíest sans pareil!" (Dies ist ohnegleichen!). Den Felsengarten Sanspareil charakterisierte Markgräfin Wilhelmine in einem Brief an ihren Bruder, Friedrich den Großen: "Die Natur selbst war die Baumeisterin". In der Tat bestimmen natürliche bizarre Felsformationen im Buchenhain von Sanspareil das Bild des ab 1744 angelegten Gartens. In der Markgrafenzeit wurden einzelne Felsen und Höhlen nach Schauplätzen des französischen Romans "Die Abenteuer des Telemach" benannt.

Angebot für Fotografen: wir vertreiben im Push-Dienst Ihre Fotos


Auf meine Artikel

- Bilddatenbanken
- Mecom-Bildkanal

habe ich eine Reihe von Rückmeldungen erhalten.

Ein Tenor war u.a. die Kostenfrage und der Mindestbestand, der notwendig ist, um auf Mecom freigeschaltet zu werden bzw. im Cross-Venture mit picturemaxx über APIS recherchierbar zu sein. Ebenso die Kunden-Akquise, um über den Mecom-Bildkanal Fotos vertreiben zu können.

Unser Angebot: wir vertreiben gezielt Ihr Material

Ich habe mir deshalb ein Angebot überlegt und auch durchgerechnet. Und dieses Angebot sieht folgendermaßen aus:

Ich habe einen Mecom-Pool und einen Bilderdienst-Verteiler. Diese Plattform biete ich Fotografen (Amateure und Profis) zum Vertrieb ihres Fotomaterials an.

Dazu gibt es einige Bedingungen:

Das Bildmaterial, das ich über den Bildkanal vertreibe (oder auch für Archiv-Recherchen übernehme) muß in das bearbeitete Spektrum meines Büros passen. Wir bedienen einen durchaus anspruchsvollen Kundenkreis, der von uns das Außergewöhnliche erwartet. Es scheiden daher von vornherein alle Bilder aus zur allgemeinen Reise- oder Natur-Fotografie. Auch allgemeine Symbolbilder sind nicht gefragt. Dazu weiter unten mehr.

Dieser Service ist nicht kostenfrei, sondern wird von mir gegen Bezahlung angeboten. D.h. ich arbeite nicht mehr nach dem "klassischen" Agentur-Prinzip, das mir alleine das Risiko aufbürdet (damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht). Es ist vielmehr so, daß der Fotograf auch das Erfolgs- bzw. Mißerfolgs-Risiko mitträgt.

Die genauen Konditionen werden mit jedem einzelnen Interessenten ausschließlich in einem schriftlichen Vertrag vereinbart.

Wer der Meinung ist (wie gesagt, gleich ob Amateur oder Profi), daß er bei mir "reinpaßt", der nehme bitte mit mir ausschließlich schriftlich Kontakt auf. Arbeitsproben und Veröffentlichungen wären nett. Und eine dringende Bitte: Legen Sie einen strengen Maßstab bei sich an. Und denken Sie daran: Nur dann, wenn Sie marktfähig sind, kann das für Sie lukrativ sein. Wir bieten lediglich unsere etablierte Plattform (und unseren guten Namen) an und selektieren unter redaktionellen Gesichtspunkten.

Es paßt der (oder die) rein, wer Material im aktuellen und semi-aktuellen Bereich hat. Es paßt rein, wer z.B. auch die Schatten- und Problemseiten der Beziehungen der Geschlechter visualisieren kann. Und es paßt weiterhin der rein, der uns packende Geschichten anbieten kann. Beispiele siehe unten.

Auch ein Blick in meine (zugegebenermaßen nicht mehr gepflegte) Bildsuchliste kann hilfreich sein.

Dienstag, 9. Februar 2010

Foto-Objektive an Camcordern nutzen

Mit dieser Frage beschäftigt sich irgendwann jeder Video-Filmer, der auch Foto-Objektive in seinem Fundus hat.

Es gibt am Markt dazu käufliche Adaptersysteme. Meist schweineteuer und sicher nicht geeignet für Leute mit preiswerten Cams. Denn ein Adapter für 800,-- oder 900,-- Euro für eine 400-Euro-Cam wäre schon die wahre Lachnummer.

Doch wer etwas handwerkliches Geschick hat, der kann sich seinen Adapter auch selbst bauen. Zum Beispiel unter Nutzung eines Zwingenrings oder eines Balgengeräts. Auf der einen Seite das Objektivbajonett für die Optik, auf der andern das passende Einschraubgewinde für das Filtergewinde des Camcorders.

Das Grundprinzip ist einfach:
Das optische System Foto-Objektiv projiziert sein Bild auf eine Mattscheibe, von der die Video-Cam es abfilmt.

Was sich vom Prinzip her so einfach anhört, verlangt allerdings nach präziser Feinmechanik. Die Position der Mattscheibe muß exakt sein. Sinnvollerweise montiert man (wenn man nicht wie ich das Noflexar mit Pistolengriff benutzt und so die Cam belastungsfrei hält) das Ganze auf einen Schlitten (etwa von einem Balgengerät). Denn die Plastikgewinde an den Cams halten kaum irgendeine Belastung aus.

- Infos für Selberbauer

Und wozu das Ganze?

Zum Beispiel dafür:



Siehe auch:

- Fototechnische Anachronismen?
- 50 Jahre Nikon SLR-Kameras

Honorare - AGB - sonstige Leistungen

Im Sinne einer klaren Strukturierung und Überschaubarkeit bzw. Transparenz für die potentiellen Verwender meines Medien-Contents habe ich meine AGB - Honorare - sonstige Leistungen auf meiner Wordpress-Site aktualisiert und an einer Stelle zusammengefasst.

Im Speziellen habe ich, da es dazu in jüngerer Zeit verstärkt Anfragen gab, die Lizenzen für TV-Einblendungen, Online-Dienste, E-Papers, Film-Produktionen und Footage mit aufgenommen.

Sonntag, 7. Februar 2010

Immer mehr Menschen leben in Armut

Kiew, Ukraine, Bäuerin aus Kasachstan verkauft Erdnüsse vor dem Besarabz-Basar, Foto von Rainer Jörger.

Das Bild stammt aus dem Jahr 1990, ebenso wie das folgende aus einem Brotgeschäft in Kiew.

Damals war die Armut weit weg. Irgendwo da hinten, hinterm Kaukasus. Da wurde hierzulande noch von den baldigen blühenden Landschaften in Ostdeutschland salbadert (oder heißt das gelabert?).

Plattenbauten in Chemnitz

Mittlerweile haben die Tafeln (früher mal Armenspeisung genannt) einen Zulauf wie nie. Und das sind nicht nur die "klassischen" Obdachlosen, die dorthingehen. Das sind ehemalige Selbständige. Rentner. Alleinerziehende.

Denn immer mehr Firmen schmeißen immer mehr Arbeitnehmer raus. Personalkosten, Personalnebenkosten, ach, wie heißen die Schlagworte bloß alle. "Humankapital" ist das Unwort für zum Kostenfaktor degradierte Menschen.

Und besonders "Clevere" machen eine, wie sie denken originelle, "Wortspielerei" und kreieren nach dem Ein-Euro-Job flugs den "Ein-Euro-Shop". Wie im niedersächsischen Rastede gesehen.

Ob auch derjenige (oder diejenige) das "originell" findet, der nix zu nagen und zu beißen hat? Die 52-jährige arbeitslose Verkäuferin, die hunderte Bewerbungen geschrieben und nur Absagen erhalten hat?

"Ich bin nichts mehr wert", sagen die Menschen. Heute, hier, in Deutschland.

Wohl dem, der zumindest noch sein Vertrauen in Gott sich bewahren konnte. Und die Hoffnung, daß der Herr im Himmel es doch noch zum Guten lenken möge. Lasse er die Verantwortlichen nicht mehr allzu lange der göttlichen Eingebung harren!