Freitag, 3. Februar 2012

Nürnberger Notizen: Eiseskälte



Heute früh vor unserem Fenster. Es sind 10 Grad minus. Gefühlt gut das Doppelte. Und das wird für die Nacht zum Samstag auch in Nürnberg erwartet. Das Amsel-Männchen macht auch nicht gerade den Eindruck, als würde ihm der Dauerfrost Spaß machen. Die Warmluft, die von drinnen durchs offene Fenster draußen auf die eisige Kaltluft trifft, flirrt vor der Kamera. Geradezu wie eine Fata Morgana.

Und nach einem eiskalten Tag kommt ein ebenso eiskalter Abend.



Aber solche Winterabende mit wolkenlosem Himmel entschädigen auch mit einem furiosen Abendrot. Und da es noch eine Weile wohl frostklirrend bleiben wird, werden wir sicher noch einige dieser Abende erleben.

Zum Abschluß noch was aus wärmeren Tagen. Macht das nicht Lust auf Sommer?


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Winterfreuden in Tirol - Trip-Tipp Königsleiten

Solche phantastischen Winter-Impressionen können sich einem in 1.600 Metern Höhe bieten. So hoch liegt das Ski-Dorf Königsleiten, das zur Zillertal-Arena gehört.

Auf der tief verschneiten Gerlos-Paßstraße geht es hinauf (winters oft Schneeketten-Pflicht!).

Wir passieren Gerlos und dessen Ski-Gebiet am Ißkogel, um dann die Sonnen-Plattform mit Blick auf die Hohen Tauern zu erreichen.

Ein Paradies nicht nur für Skiläufer, sondern auch für Fotografen. Oder auch für skilaufende Fotografen (oder fotografierende Skiläufer).

Womit man denn dann gleich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden hätte.


Weitere Infos:

===> Bildmaterial zu den vorgestellten Themen zur ausschließlich redaktionellen Verwendung auf meinem Mecom-Pool (auch über APIS und i-picturemaxx). Werbliche Verwender nehmen bitte vorab mit uns Kontakt auf.

Unser Flyer als PDF zum Ausdrucken.

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Montag, 30. Januar 2012

Deutschlands bedeutendste Marien-Wallfahrt: Altötting

"Das Herz Bayerns und eines der Herzen Europas", so nannte Papst Benedikt XVI. den Wallfahrtsort Altötting (im Bild oben die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna und der Herzgruft der Wittelsbacher). Seit mehr als 1250 Jahren ist die Stadt geistliches Zentrum Bayerns und seit mehr als 500 Jahren bedeutendster Marienwallfahrtsort Deutschlands. Außerdem gehört Altötting zu den "Shrines of Europe", den sechs wichtigsten Marienwallfahrsorten Europas.

Herz-Grablege der ältesten europäischen Dynastie

Die Körper der Wittelsbacher Regenten wurden in München beigesetzt, in der Theatinerkirche, dem Frauendom, in Sankt Bonifaz und in Sankt Michael. Ihre Herzen aber in der Gnadenkapelle in Altötting. Diese Sitte der Herzbestattung, seit dem frühen Mittelalter praktiziert, rührt daher, daß seit der Antike die Ansicht bestand, daß das Herz der Sitz der Seele und des Charakters einer Person sei.

Die Herzbestattung war daher ein Ritual, das im Spätmittelalter und bis in die Neuzeit bei hochgestellten Persönlichkeiten - so auch bei den römisch-deutschen Kaisern - zur Anwendung kam.

Das Stamm-Kloster der Wittelsbacher ist übrigens Scheyern, nahe Pfaffenhofen an der Ilm.



Der letzte deutsche Heilige

In Altötting stoßen wir auch auf die Spuren des als letzten Deutschen 1934 heilig gesprochenen Heiligen Bruder Konrad von Parzham.

Als Johannes Birndorfer wurde er 1818 auf dem Venus-Bauern-Hof in Parzham im Rottal geboren.

Bestimmt, dereinst den Hof zu erben und ein Leben als Bauer zu führen, fühlte sich bereits der junge Johann zu Gott hingezogen. 1841 trat er in den Dritten Orden des heiligen Franziskus zu Altötting ein. Nach einer Reihe von Stationen war er als Bruder Konrad ab dem Jahr 1852 bis zu seinem Tod 1894 als Pförtner des Kapuziner-Klosters Sankt Anna in Altötting tätig.

Schon zu Lebzeiten wurde er wegen seiner Güte und Mildtätigkeit von den Menschen wie ein Heiliger verehrt. 1930 sprach die katholische Kirche Bruder Konrad selig, schon vier Jahre später wurde er von Papst Pius XI. heilig gesprochen. Diese Heiligsprechung wird allgemein auch als Antwort des (deutschen) Papstes auf den Nationalsozialismus in Deutschland gewertet.

Ein Blick in die Mönchsgruft des Kapuziner-Klosters Sankt Anna (das seit 1961 Bruder-Konrad-Kloster heißt), Beisetzungsort auch des Heiligen Bruders Konrad von Parzham.



Infos:

- www.altoetting.de
- www.bruder-konrad.de
- http://bruder-konrad-hof.de

Ausflugs-Tipps für Winter-Fans

Der leidenschaftliche Winter-Fan, der packt ja jetzt seine Ski und macht sich auf den Weg in die Alpen. War dieses Wochenende anhand der Staus auf Bayerns Autobahnen deutlich merkbar. Für diejenigen, die ihre Nerven schonen und es etwas geruhsamer angehen wollen haben wir die alternativen Ausflugs-Tipps. Einer davon auch durchaus für Wintersportler geeignet.

Winter im Fichtelgebirge

Der Ochsenkopf ist das einzige mit Sesselliften ausgestattete Skigebiet in Franken. Das Gebiet besteht aus zwei Abfahrten, der Nord- und der Südabfahrt. Die Talstation der Nordabfahrt befindet sich am Ortsrand von Bischofsgrün, die der Südabfahrt in Fleckl bei Warmensteinach. Die beiden Abfahrten des Skigebiets sind ebenfalls mit Abstand die längsten Frankens. Einziges Manko für sehr sportliche Fahrer sind längere flache Abschnitte, vor allem in der Südabfahrt. Für Anfänger und Kinder ist das Skigebiet aber gerade deshalb ideal!

Und wer ohne Pisten-Trubel auskommt, der findet am Fichtelsee sein Revier für ausgedehnte Spaziergänge und den Genuß verschneiter Winterlandschaften vor.

Sich aber, wie die Verursacher dieser Spuren, aufs Eis zu wagen, davon raten wir dringend ab. Denn die Warnschilder sind nicht umsonst allenthalben aufgestellt.


Künstlerkolonie Kallmünz

Ein weiteres beliebtes Ziel für einen Tages-Ausflug ist uns Kallmünz in der Oberpfalz (Landkreis Regensburg) am Zusammenfluß von Naab und Vils.

Die winterlich zugefrorene Naab und das pittoreske Städtchen bieten eine Vielzahl interessanter Fotomotive.

Winter in Kallmünz, Landkreis Regensburg, Oberpfalz, Bayern, die zugefrorene Naab mit Blick auf die alte Brücke und die Altstadt.

Kallmünz ist übrigens noch heute eine Künstlerkolonie, eine Rolle, die zu Beginn des 2o. Jahrhunderts begründet worden ist. Hier in der Stadt am Zusammenfluss von Naab und Vils verlobte sich übrigens Wassily Kandinsky mit seiner Malerkollegin Gabriele Münter.


Sanspareil - Ohnegleichen

Sanspareil im oberfränkischen Wonnsees (Landkreis Bayreuth) ist Europas schönster sentimentaler Landschaftspark und lohnt auch im Winter auf jeden Fall einen Besuch. Aber Vorsicht ist geboten! Denn die Wege und Treppen werden weder geräumt noch gestreut. Festes Schuhwerk ist also obligatorisch.

Anlegen ließ diesen Garten Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die Schwester Friedrichs des Großen, im Jahre 1744. Als Architekten des Felsengartens gelten Joseph Saint-Pierre und Giovanni Battista Pedrozzi. Der Name des Parks geht auf den Ausruf einer Hofdame des Bayreuther Markgrafen zurück: "C'est sans pareil!" (Dies ist ohnegleichen!).


Den Felsengarten Sanspareil charakterisierte Markgräfin Wilhelmine in einem Brief an ihren Bruder, Friedrich den Großen: "Die Natur selbst war die Baumeisterin". Und in der Tat bestimmen natürliche bizarre Felsformationen im Buchenhain von Sanspareil das Bild des ab 1744 angelegten Gartens. In der Markgrafenzeit wurden einzelne Felsen und Höhlen nach Schauplätzen des französischen Romans "Die Abenteuer des Telemach" benannt.