Samstag, 9. Januar 2010

Daisy - die Katastrophe findet nicht statt

Wir haben uns nicht an Herrn Ungers weise Ratschläge von gestern zur Vorratshaltung gehalten. Das führte dazu, daß ich raus mußte, weil uns die Zigaretten ausgegangen waren. Ich mußte also von der Neudörferstraße zum Hauptbahnhof. Das sind ca. 800 Meter. Und ich war schon voller Angst (***lach, lach***), daß ich bis zur Brust in Schneeverwehungen versinken würde.

Aber die Katastrophe fand nicht statt.

Zu schade doch für alle Propheten von klimatisch bedingten Schreckensszenarien. Ob sich der Herr Unger jetzt vielleicht doch ein bißchen blöd vorkommt?



Und jetzt muß ich auch mal "Kollegenschelte" loswerden: denn die Medien, allen voran das Fernsehen und die Internet-Redaktionen haben das Szenario von der Winterkatastrophe geradezu genüßlich zelebriert! Und jetzt?

Wenn ich natürlich im Winter oben auf der Alb an der A8 von München nach Stuttgart, am Eichelberg, einen Reporter vor die Kamera stelle, dann habe ich im Winter halt Winter. Und im Allgäu, im Erzgebirge oder im Schwarzwald auch.

Das ist nichts Besonderes. Das ist normal!

Verdammt nochmal! Ich muß nicht aus einem normalen Wintertief eine Katastrophe machen. Bloß, weil es in Avignon schneit. Oder weil an der deutsch-französischen Grenze mit den LKW nix mehr läuft.

Das liegt doch zum Großteil daran, weil die keine Wintersocken drauf haben!

Und in Avignon hat man üblicherweise auch keine Winterreifen drauf. So einfach ist das. Aber nein, in dramatischen Bildern wird das schlimmste Winterwochenende aller Zeiten heraufbeschworen.

Ich muß das einfach mal sagen: liebe Kollegen, speziell die vom Fernsehen, manchmal ist Euer Katastrophen- und Sensations-"Journalismus" einfach nur noch zum Kotzen!

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Daisy - viel Lärm um nichts ...

Kommentare:

  1. sie wollen die menschen manipulieren...siehe schweinegrippe und co.

    glaubt ihnen nix mehr !

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  2. Man müsste halt auch mal differenzieren.

    Natürlich gibt es Regionen, wo's dicke ist. Und natürlich gibt's auch Autobahnen, wo der Bär steppt.

    Aber heutzutage wird alles in einen großen Topf gemanscht und grundsätzlich und sowieso alles dramatisiert:

    Wozu man heute Schneechaos sagt, das nannte man früher einfach nur Winter!

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  3. ... und meine Wenigkeit hat im Kofferraum Schneeketten liegen und ab Ende Oktober / Anfang November Winterreifen aufgezogen ...

    Und ich verlasse mich weder auf ABS, Airbag, Servolenkung, meinen Bordcomputer (der ab 5 Grad minus nicht mehr vor Glatteisgefahr warnt, das aber ab 3 Grad plus tut) noch sonstwas und fahre eben - wie vor dreißig Jahren (!!!) - witterungsangepaßt.

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  4. Ja, wirklich schade, hier in Mainz war auch nur ganz normales Winterwetter. ;-)
    Halt Schnee auf den Dächern und auch auf den Gehwegen und Strassen, um die Null Grad Celsius, darüber eine hellgraue dichte Wolkendecke. Meinerseits kein Bedarf zu fotografieren!
    Am Freitag Nachmittag habe ich mich allerdings gefragt, mit welchem Getränk ich am besten bei Schneeverwehungen durchkomme! ;-)
    http://www.flickr.com/photos/samos-pemo/4262437079/

    Und am frühen Nachmittag des Samstag war die dreispurige Autobahn A66 zwischen Wiesbaden und Frankfurt so was von herrlich zu befahren, kaum Verkehr!

    Das (Er-)Leben findet heute anscheinend medienvermittelt statt!
    Haben wahrscheinlich alle zuhause am Fernseher oder im Internet die Schneechaos-Ankündigungen (mit Horrorszenarien gratis dazu) verfolgt!

    Vielleicht sollten die Leute zum Narren gehalten werden, eine Art Eulenspiegelei:
    http://mainz-images.blogspot.com/2010/01/till.html

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  5. Gestern abend, Nachrichten im ZDF und Wettervorhersage:

    Blder belegen, es hat Meck-Pomm voll erwischt, Fehmarn und die Ostküste von Schleswig-Holstein.

    Unbeschadet dessen kommt in der Wettervorhersage ein Radarfilm, dem zufolge es hier in Nürnberg schneien müsste. Tut es auch. Es grieselt. Was mich - im Gegensatz zu den "Kachelmännern" bei der ARD - bei den ZDF-Metereologen so extrem stört: ihr unverrückbarer Brustton der Überzeugung, daß das richtig ist, was sie sagen. Haben die keine lokalen Wetterstationen?

    Da macht sich doch wer lächerlich, wenn ich als Nürnberger Zuschauer um 22:55 Uhr höre, daß bei mir grade der Schnee in dicksten Flocken runterkommen müsste und ich sehe - mit meinen eigenen Augen in Nürnberg - daß das falsch ist!

    Kurz zuvor mit meinem Schwager aus Friesland telefoniert: auch dort nix Besonderes. Winter halt.

    Heute früh Blick aus dem Fenster: Oh weh, oh weh, es liegt Schnee auf unserer Straße. Keine Panik, kein "Schneechaos". Da haben wir schon anderes erlebt.

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  6. Also, wenn die Griechen bei uns Sturmwarnung geben, dann kommt auch Sturm, da kann ich mich immer so ziemlich drauf verlassen.

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  7. ein bekannter von mir betreibt ein tanzlokal ( motzenbäcker, bekannt aus funk und fernsehen ) dem bleiben bei solchen horrormeldungen die leute weg, ich habe ihm schon gesagt er soll sich beim swr beschweren.
    sowas geht ganz schnell ins geld...die wettervorhersagen müssten viel lokaler werden.

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