Sonntag, 20. November 2011

Nürnberger Impressionen

Ein trüber November-Sonntag, ist das nicht genau das Richtige, sich mal wieder ein bißchen in seiner Stadt umzuschauen? Gesichter Nürnbergs und Nürnberger Attraktionen auch selbst wieder neu entdecken. Also schultert man seinen Rucksack (siehe auch hier) mit den "ungleichen Schwestern" und macht sich auf den Weg. Natürlich mit dem Auto. Denn Nürnberg ist groß und weitläufig. Und echte Großstädter schätzen die Mobilität des eigenen Fahrzeugs.

Die Nürnberger Hesperidengärten im November

Die Nürnberger Hesperidengärten im November - Auch wenn sie vom 1. November bis zum März geschlossen sind, lohnen die Hesperidengärten im Nürnberger Stadtteil Johannis jetzt einen Besuch. Denn ein Blick über den "Gartenzaun" ist dennoch möglich.



Die Barockgärten liegen im Stadtteil St. Johannis, in dem sich auch der Johannis-Friedhof befindet, den ich an anderer Stelle bereits vorgestellt hatte. Die Barockgärten sind unweit davon in der Johannisstraße.

Die Kleinweidenmühle

Unterhalb von Johannis liegen die Pegnitz-Auen.



Und mit der Kleinweidenmühle finden wir dort ein pittoreskes mittelalterliches Architektur-Ensemble.

Am Egidienplatz

In der historischen Altstadt liegt der Egidienplatz mit der Egidienkirche (der einzigen Nürnberger Barock-Kirche), dem Melanchthon-Gymnasium und dem Pellerhaus, im Krieg zerstört und einst das schönste Renaissance-Gebäude der Stadt.



Und vom Sockel grüßt das Reiter-Standbild Wilhelms I., des deutschen Kaisers.

Das Tucher-Schloß

Die Freiherren von Tucher (und natürlich auch die Freifrauen!) gehören zu den alten Nürnberger Patrizier-Geschlechtern.



Ihr Sommersitz aus der Renaissance-Zeit, im Krieg zerstört und wieder aufgebaut ist heute eines der Museen der Stadt Nürnberg.

Die Nürnberger Stadtmauer

Bis auf wenige Lücken ist die Nürnberger Stadtmauer komplett erhalten und umgibt die historische Altstadt. Dahinter finden wir enge Gäßchen.



Schmale Gassen führen hinter der mittelalterlichen Nürnberger Stadtmauer entlang, entgegen der Gepflogenheit an anderen Stellen der Altstadt sind das keine Fußgängerzonen. Denn hier wohnen Menschen. Und die haben auch Autos. Und die wollen sie auch vor ihrer Haustür parken. Und deshalb ist eine Fahrt über das holprige Kopfsteinpflaster schon fast so etwas wie ein kleines Abenteuer. Und in den Wehrtürmen herrscht Leben. Nicht nur studentische Burschenschaften haben sich dort häuslich eingerichtet, in einigen wird wirklich gewohnt.

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Weitere Infos:

===> Bildmaterial über Nürnberg auf meinem Mecom-Pool (auch über APIS und i-picturemaxx).

Montag, 14. November 2011

Interessantes aus Franken

Zwar muss auch sie, wie all ihre etwa gleichaltrigen Artgenossen, gestützt werden, aber sie lebt noch: die mehr als 800 Jahre alte Tanzlinde im "Trachtendorf" Effeltrich im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Neben der Wehrkirche Sankt Georg findet sich der Baum mit seiner ausladenden gewaltigen Krone von rund 60 Metern Umfang, dessen Umgebung in früheren Jahrhunderten nicht nur Tanz-, sondern auch Rats- und Gerichtsplatz gewesen ist.

Interessant in Effeltrich auch der Georgi-Ritt mit Pferdeweihe, der jährlich zu Ostern stattfindet.



Der Georgiritt im fränkischen Trachtendorf Effeltrich.
Bekannt die Brautkrönchen der unverheirateten jungen Frauen.

Bayerns nördlichste Stadt

Fladungen in der langen Rhön ist Bayerns nördlichste Stadt. Sie kam erst während der napoleonischen Ära zu Bayern. Und im Rhön-Museum findet man folgerichtig dann auch noch ein altes Grenzschild aus der damaligen Zeit.

In Ostheim vor der Rhön finden wir eine interessante Kirchenburg. Die in Form eines umgedrehten Schiffsrumpfes gearbeitete hölzerne Kuppel des Kirchenschiffs ist kunstvoll bemalt.


Perfekte optische Täuschung

Kunstvoll gearbeitet ist das 1725 entstandene Schmiedeeisengitter an der Dreifaltigkeitskirche von Gößweinstein (Kreis Forchheim) in der Fränkischen Schweiz. Der in die Tiefe gehende Raumeindruck ist eine Täuschung: in Wirklichkeit liegt das Torgitter in einer Ebene. Geschaffen hat das Kunstwerk Friedrich Dony.

Mittelalterliche Sühnekreuze

Sühnekreuz bei Neuhof, Mittelfranken, Landkreis Fürth. Besonders in Bayern findet man sie häufig, die uralten, verwitterten Steinkreuze an Wegkreuzungen und auch auf dem freien Feld. Kaum jemand kennt noch ihre eigentliche Bedeutung. Sie sind Sühnezeichen und stehen an Stellen, an denen ein Mensch gewaltsam den Tod gefunden hat. Im Mittelalter wurde nämlich ein Totschlag noch nicht von Staats wegen gesühnt, vielmehr hatte der Totschläger die Familie des Ermordeten finanziell zu entschädigen und ein solches Sühnekreuz errichten zu lassen.


Die alte Furt ist neu erstanden

Markt Nordheim (Kreis Neustadt/Aisch-Bad-Windsheim): Sowohl Masse als auch Maße der Steine im Bachbett verraten es, dies ist keine alte Furt. Vielmehr wurde im Rahmen der Dorferneuerung auch das Bachbett neu gestaltet.

Sonntag, 13. November 2011

Totensonntag


Die "Stillen Feiertage" im November.
Zeit des Innehaltens und des Gedenkens an liebe Verstorbene.

Wie auf dem Nürnberger Westfriedhof.








Samstag, 12. November 2011

Die Kraft des Windes

Herbstzeit - Drachenzeit - hinter unserem Garten lassen die Anhänger der Fluggeräte, die so gar nichts mehr gemein haben mit den selbstgebastelten Papierdrachen unserer Kinderzeit, ihre Kunstwerke in den Himmel steigen.



Der Wind hebt nicht nur die Flugdrachen in die Höhe, er treibt auch die Windräder an.

Drachen und Windräder - eine richtig herbstliche Symphonie. Und mittlerweile zieht man sich für das Freizeitvergnügen auch besser warm an.