Dienstag, 9. November 2010

Die "kleinen" Skandale gehen unter



Die Geschichte um die Loeser-Villa habe ich den deutschen Medien auch in diesem Jahr wieder angeboten. Das Bildmaterial dazu gibt es nicht nur direkt bei mir, sondern u.a. natürlich auch bei der Bildmaschine.

Doch, während etwa Stuttgart 21 eine Berichterstattung wert ist, ist die Resonanz auf diesen "kleinen" Skandal tendenziell gegen Null.

Es ist auch verständlich.

Für dieses Haus geht in Pirmasens niemand auf die Straße. In Architektur-Foren wird darüber diskutiert. Es gibt kleinere Gruppen, die sich engagieren wollen, ja, doch diesen Idealisten fehlt bis dato eine nennenswerte Öffentlichkeit. Man findet sie nicht diese Gruppierungen. Und wie sagt man: "Wen Google nicht kennt, den gibt es nicht!" Und Google findet im Zusammenhang mit der Pirmasenser Villa Loeser fast nur mich und meine Artikel auf meinen Blogs, ein paar Presse-Mitteilungen des BUND, der Linken im Pirmasenser Stadtrat, ein paar Artikel der Pirmasenser Zeitung (PZ) und das besagte Architektur-Forum.

Es ist verständlich: es gibt keine "große" Öffentlichkeit, die interessiert wäre am Schicksal dieses Bauwerkes. Und so müssen wir damit rechnen, daß es untergehen wird. Wenn sich nicht doch noch ein Investor findet, der es saniert. Oder sich ein Verein gründet, der auch die Mittel von rund 600.000,-- € aufbringen kann.

Es gäbe Verwendungen. Man müßte nur dazu auch kreativ genug sein. Und der Widerstand gegen diesen "kleinen" Skandal müßte sich bündeln. Hier hilft keine "Einzel-Aktion". Auch keine Bilder, die den erbarmungswürdigen Zustand zeigen.

Die "mediale Öffentlichkeit" berichtet nur, wenn sich die "breite Öffentlichkeit" dafür interessiert. Betroffen fühlt.

Das ist normal.

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