Freitag, 30. Januar 2009

Was ist draus geworden, die Zweite


Also, Leute, mein Sch...haus wird noch ein Bestseller!

Und jetzt speziell an die Adresse der Microstocker:
Ich habe mit dem gleichen Foto nun innerhalb kürzester Zeit zweimal gut verdient (weil: die TZ bezahlt mir dafür mehr als einen Euro). Und wenn's noch ein drittes, viertes oder fünftes Mal abgedruckt wird, dann verdiene ich jedesmal wieder. Das ist der Unterschied zum Microstockgeschäftsmodell!

Kommentare:

  1. Sag ich doch:
    Abgrenzung ist der Clou!!
    Dein Foto ist deshalb der Bringer, weil es "reportagemäßig" authentisch ist und jeder glaubt, auf dem Autobahnklo zu sein. Bei den microstocks wäre es aus Motivgründen nicht angenommen worden.
    Ein klinisch reines Klo hättest Du in der Zeitung wohl nicht untergebracht. Dies könne dann bei istock 200 mal verkauft werden. Gucks Du istock.com "toilette"

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  2. >>>Ein klinisch reines Klo hättest Du in der Zeitung wohl nicht untergebracht. Dies könne dann bei istock 200 mal verkauft werden. Gucks Du istock.com "toilette"<<<

    Hi! Ist so nicht richtig. Das klinisch reine Klo kannst du auch unterbringen (nicht nur in der Apotheken-Zeitschrift). In der Zeitung bei den Ratgeberseiten (Hygiene, Keime, was tun und so).

    Noch was zu iStockphoto: Ist eigentlich allgemein bekannt, dass das eine 100%-ige Tochter von Getty Images ist? 2006 für 50 Millionen US-Dollar gekauft? Um auch im lukrativen Micro-Business sich die populärste Agentur weltweit zu sichern und die eigene marktbeherrschende Position im weltweiten Bildermarkt auszubauen? Sicher ein echt guter Zug vom "Biggest Player" im Picture-Business.

    Microstock ist nicht die "Demokratisierung des Bildermarktes", wie man in manchen Foren und Communities häufig liest. Das ist ziemlich blauäugig. Man schaue sich an, in wessen Händen diese Agenturen sind. Es ist die Monopolisierung!

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  3. "Das klinisch reine Klo kannst du auch unterbringen (nicht nur in der Apotheken-Zeitschrift)."
    Ich meinte genau diese Autobahntoilette, die ja den Inhalt des Artikels unterstreichen soll. Eine klinisch reine Toilette hätte das nicht gekonnt.
    Mit "Demokratisierung" um das große Wort nochmal zu missbrauchen meine ich nicht microstock, sondern die günstige und gute Technik, die jedem für ein halbes Monatsgehalt zur Verfügung steht, um was daraus zu machen. Eine gebrauchte D200 für um die 500,-, Objektiv, Internetflatrate für nen 20iger oder so. Gutes Auge und Engagement vorausgesetzt. Schon kann es losgehen.Wo und zu welchem Verkaufspreis auch immer. Die alte Agenturarbeit mit Einsenden von Probesendungen, Fummelei bei Diabeschriftungen usw.usw. (kennst Du/Ihr ja 1000 mal besser als ich) ist ja wohl passé. Ich hatte mal so einen bei Schapowalow, ohne einen einzigen Verkauf.

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  4. Ja, aber genau diese Autobahntoilette kann JEDER fotografieren. Doch nicht nur ich. Man muss doch nur einfach dran denken, dass so was mal gebraucht werden könnte. Das ist doch genau das, was ich jedem immer sage: fotografiert, das, was um euch herum ist. Euren eigenen Alltag. DAS ist das, was die Medien interessiert. DAS sind die Themen. Die ZEITTHEMEN. Man muss nur mal dran denken. Mal weg von der Fotografie als "großer Kunst". Wie ich es andernorts sagte: immer die "Kleine" in der Tasche. Knipsen, wenn man auf der Autobahn im Stau steht (Mann, was habe ich schon Autobahnstaus veröffentlicht!). Mit Photoshop die Kennzeichen unkenntlich machen nicht vergessen und ab damit in die Welt. Wenn eine D200 gebraucht schon so preiswert ist, dann kann's doch nicht an den paar Euro fehlen, ein paar Telefonate zu machen und sich auch einen eigenen kleinen Kundenkreis aufzubauen, wo man die FTP-Zugangsdaten der Redaktionsserver kriegt! Wenn man dann noch eine Bilddatenbank hat (auch nicht SOOOO teuer, s. www.topixx.com), wo nsich der potentielle Kunde bissel was anschauen kann und auch mal das ein oder andere für seine Ratgeber- und Service-Seiten runterlädt ...

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  5. So, etzadla doch noch mal einen, Klartext: als ich Ende 1985 - als blutiger Amateur(!) - bei Keystone anfing, da meinte ich auch, "ganz tolle Fotos" anbieten zu können. Da schrieb mir mal einer, dass meine Fotos "zu künstlerisch" seien. Da war ich vielleicht so was von sauer! Aberich hab's mir hinter die Löffel geschrieben und ab sofort nur noch Alltagsthemen abgelichtet, hatte ab sofort IMMER die Nikon EL mit 35-er und 105-er dabei und alles fotografiert, was um mich herum passierte. Vom Unfall, zu dem ich zufällig dazu kam, bis zu den besagten Autobahnstaus. Radfahrer mit Regenschirm. Demos, Reden von F.-J. Strauß, Friedensmärsche, Maikundgebungen. Bin hin, wenn der Walter Scheel oder wer auch immer in meiner Umgebung einen Termin hatte. Reinhold Messner bei Signierstunde im Karstadt. Und siehe da: es lief! Ich hab' Geld verdient mit meinen Bildern!

    Und dann will ich mal die Story von meinen absoluten Bestsellerbildern erzählen, mit denen ich mehr als zehn Jahre lang gut Geld verdient habe, die in allen Zeitungen und Zeitschriften waren, auch im Stern und in der Wirtschaftswoche. Das war nämlich auch ein Autobahnstau, hier auf der A3 bei Erlangen. Habe ich Samstagmorgen im Radio gehört. Karte geguckt. Auf Schleichwegen hingepirscht (um nicht selbst im Stau zu landen), bis ich eine Brücke genau über dem Stau fand. Mit 80-200 Zoom und 300-er (von wegen "verdichtete Perspektive") zwei Diafilme in zehn Minuten durchfotografiert. Das war's. Und an den Bildern habe ich (selbst und über meine Agenturen) Tausende Mark verdient! Weil es ganz alltägliche Bilder waren, aber eben ein Zeitthema, heute noch genauso "aktuell".

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