Dienstag, 27. Januar 2009

Panoramafreiheit und Recht am eigenen Bild


Zunächst mal was zum Thema "Panoramafreiheit". Das betrifft Berufs- und Amateurfotografen gleichermaßen. Da hat doch wirklich ein Gericht für die staatliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz entschieden, daß sie z.B. an Fotos von Sanssouci mitverdient! U.a. dagegen wendet sich eine Initiative des DJV.

Das zweite ist die Sache mit dem Recht am eigenen Bild, wozu der Kollege Horst was gepostet hat. Da kann ich ihm aber nicht in allem zustimmen. Denn von "Street Photography" haben die großen Fotoreportagen gelebt. Das haben Cartier-Bresson gemacht, Erich Friedlaender und wie sie alle hießen.

Der Fehler der Hobby-Fotografin war, Ihr Material einem Microstock anzuvertrauen. Aber die spekulieren auch geradezu darauf, die Amateure zu ködern. Und der Kardinalfehler war, das Material (für die Preise!) auch für Werbung freizugeben. Mit einer nur redaktionellen Freigabe wäre das kein Thema gewesen.

Und dann kommt da noch was dazu: früher wären die Eltern stolz gewesen auf ihr Kind auf dem Flyer und hätten noch 20 Mehrexemplare haben wollen für (neudeutsch: 4) Oma und Opa und Onkel und Tante. Aber heute - eine verfehlte Sozialpolitik (Hartz IV läßt grüßen) trägt ihre Früchte - da wird auf Unterlassung und Schadenersatz geklagt. Und so mancher Winkeladvokat verdient sich damit und mit angedrohten und richtigen Abmahnungen eine goldene Nase!

Kommentare:

  1. Street Photography finde ich doch auch super, natürlich würde ich es auch gerne so machen wie die großen damals, aber die zeiten von Cartier-Bresson und co. sind leider vorbei.

    heute weiß jeder depp das er viel geld ziehen kann wenn er ungewollt fotografiert wurde...seit einigen jahren haben selbst rtl und consorten schiss vor klagen, aus diesem grunde wird alles gepixelt was nicht die genehmigung zur austrahlung gibt.
    seit dem caroline urteil haben es besonders die paparazzi sehr schwer noch fotos zu verkaufen .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Caroline-Urteil

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  2. Ja, die Zeiten haben sich da - leider - verdammt geändert. Sind aggressiv geworden. Früher waren die Leute richtig begeistert, wenn sie sich - als "Beiwerk" - in einer Zeitschrift wiederfanden. Beispiel: Ich hatte mal in der "Freizeit Revue" bei "Wo die Welt am schönsten ist" eine Doppelseite von der Lüneburger Altstadt. Da saßen im Vordergrund auf einer Bank ein paar Biker. Eines Tages ruft mich die Bildredaktion an und gibt mir 'ne Telefonnummer. Da hatte sich eine junge Frau erkannt und gefragt, ob sie ein Foto haben könne. Habe sie dann angerufen, nett geplaudert und ihr einen 20x30-Abzug geschickt. Das waren noch Zeiten.

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