Posts für Suchanfrage coolpix werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage coolpix werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Samstag, 4. Dezember 2010

Wintereinbruch in Nürnberg - Im Einsatz: Die Nikon Coolpix P5000

Am 30. November und am 1. Dezember kam der Wintereinbruch. Ich war an diesen beiden Tagen in der Stadt unterwegs, um einige Features einzufangen.

Ich war dabei mit absolut leichtem Gepäck unterwegs. Um es genau zu sagen, mit gar keinem Gepäck. Nur mit meiner kleinen Nikon Coolpix P5000 zog ich los. Um den Hals gehängt und im Mantel gegen den stiebenden feinen Schnee geschützt. Nur für die Aufnahmen rausgeholt. Damit entstanden alle Fotos und Film-Clips dieser beiden Tage, die ich nachfolgend zusammengefasst habe.



Eine Zusammenfassung meiner Filme und meiner Slideshow über den Wintereinbruch in Nürnberg am 30. November und 1. Dezember 2010.

Die Clips und Fotos wurden mit meiner Immer-dabei-Kamera Nikon Coolpix P5000 aufgenommen, einer sog. Point-and-Shoot-Kamera. Eigentlich ein Amateurmodell, aber man kann sie immer in der Tasche haben und ist somit für alle Situationen gerüstet.

Hätte ich diese Aufnahmen mit einer D-SLR und einer "richtigen" Video-Kamera gemacht, so hätte ich dafür Regenschutzhauben etc. pp. gebraucht. Die kleine Kamera hing um den Hals unter meiner Jacke, wurde zu den Aufnahmen rausgeholt und dann wieder in den Mantel gesteckt.

Die kleine Coolpix hat damit die Rolle übernommen, die in den analogen Zeiten die Minox 35 GT innehatte, damals meine Point-and-Shoot (und durchaus auch heute noch, mit Film geladen, das ein oder andere Mal mit dabei; denn sie hat den Vorteil, daß man sie manuell fokussieren kann).

Wenig Aufwand verbunden mit größter Mobilität. Das ist schon etwas wert im Gedränge in der Straßenbahn oder im pfeifenden Wintersturm, keine Fototasche dabei zu haben.

Mit größeren und schwereren Geräten hätte ich an diesen beiden Tagen nicht unterwegs sein mögen. Die Kamera als Tagebuch, so war es an diesen beiden Tagen auch wieder gewesen. Klein, leicht, mobil. Und dennoch das Typische der beiden Tage festgehalten.

Und, so ganz nebenbei bemerkt, seit 31. Oktober habe ich sowieso keine SLR mehr benutzt. Die Zeit der "langen Tüten" ist vorbei, denn es gibt keine Falter mehr zu knipsen, "abgerüstet" habe ich ohnehin, und auch, wenn die "kleine Standard-Ausrüstung" für alle Fälle griffbereit ist, alles, was in meinem Metier jetzt so zum Fotografieren ansteht, das geht auch mit der Point-and-Shoot. Und gegen 10 Megapixel ist ja nun wirklich nix zu sagen.

Was ich an meiner kleinen Nikon ganz besonders schätze (ebenso wie an der Canon Powershot A640 meiner Frau) ist der optische Durchsichtsucher. Er ermöglicht einem Fotografieren, so wie man es klassisch gewöhnt ist.

Siehe auch:
Point-and-shoot-cameras used by pros

Die Coolpix P7000, seit September auf dem Markt, der passende Nachfolger für meine P5000, im Review:



Eine Alternative (wegen des durchaus nützlichen Klapp-Display) ist die Canon Powershot G12.



---------------------------------

Info-Block:

===> Bildmaterial zum Thema Fotografie auf meinem Mecom-Pool (auch über APIS und i-picturemaxx). Werbliche Verwender nehmen bitte vorab mit uns Kontakt auf.

Und bei der Bildmaschine:

Unsere Partneragentur bildmaschine.de

Wir produzieren auch Themen-CD's für Ihr Redaktions-Archiv (siehe Muster zum Thema Wetter).

===> Footage und Videos (Muster siehe YouTube) für Web und TV, editoriell und für Promotions, kommerziell und für private Nutzung finden Sie auch in unserem Angebot. Wir filmen bei Auftragsproduktionen bei Bedarf auch in HD.

Unsere Konditionen für den redaktionellen Bereich. Honorare und Nutzungsbedingungen für commercials und advertising sowie privat bedürfen der Vereinbarung im Einzelfall.

---------------
[ANZEIGE]
Interesse, Geld mit Bloggen zu verdienen?
Jetzt bei Trigami anmelden: http://www.trigami.com
---------------

You can also buy pics as artwork (postcards, prints, canvas prints or framed prints). See my gallery at RedBubble.


See the wide range of our themes and subjects:



Unser Flyer als PDF zum Ausdrucken.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Nochmal Thema Technik (aus persönlicher Sicht des "Garten-Paparazzo")

Als "Garten-Paparazzo" bin ich - gottseidank - etwas weniger abhängig von der Technik wie das ein News-Reporter ist (oder ein richtiger Paparazzo). Ich kann es mir insofern auch leisten, diesbezüglich etwas konservativer zu sein. Ich arbeite ohne den permanenten Zeitdruck des Redaktionsschlusses an meinen Themen.

Beschränkung auf das Notwendige

Und da ich - auch filmisch (!) - in erster Linie für Zeitungen und Zeitschriften (einschließlich Web und Online-Ausgaben) bzw. für Webseitenbetreiber arbeite, kann ich es mir auch schenken, permanent nach noch neuerer Technik bei meinen Aufnahmegeräten Ausschau zu halten. Sowohl für Web als auch Print bin ich mit dem, was ich habe, ausreichend gerüstet.

Soweit das Vorgeplänkel, warum mir sowohl SD bei Video als auch 4,1 Megapixel bei Foto Genüge tun.

What is in my bag?

Nach dem Erwerb der Canon XM1 sah ich mich veranlaßt, für die Arbeit im Garten die Ausrüstung nochmal geringfügig umzustellen. Im Vergleich zu Anfang Mai habe ich alles wieder aus der Barbour-Tasche in meinen LowePro Phototrekker gepackt. Und um nur mit dem unterwegs zu sein (man hat ja noch normales Reisegepäck und manchmal den Kofferraum voller Steine), muste das 80-200-er Zoom weichen. Stattdessen ist nun das Nikkor 1,4/85 mm wieder an Bord.




"Amateur"-Geräte sind keine "Schande"

Und dann ist da noch die Nikon Coolpix P5000 immer in der Tasche der Weste, meine Schnappschußkamera, die ich auch in meinem Film über Reisefotografie (ab Min. 2:22) vorstelle.



Die Coolpix und auch die Sony Consumer Cam benutze ich wegen ihres geringen Gewichts gerne so "nebenbei" bei der Gartenarbeit. Die kann man leicht in den Taschen einer Arbeitsweste verstauen. Spaten beiseitelegen, Kamera schnell zur Hand nehmen, das mag manch einem amateurhaft vorkommen, aber das ist mir wurscht. Was zählt ist - wie mal irgendwer zu sagen pflegte - was hinten dabei rauskommt. Und der "Gag" nebenbei ist: die Coolpix hat 10 Megapixel und die Sony wahlweise 16:9 oder 4:3.

Siehe auch:

- Themenangebot Haus & Garten
- Themenangebote Garten

Sonntag, 5. Dezember 2010

Point & Shoot in der Praxis (Teil 2)

Im ersten Teil meiner Ausführungen zu Point-and-Shoot-Kameras im Einsatz hatte ich erläutert, daß diese kleinen Dinger so praktisch sind, weil man sie auch bei dem schlimmsten Dreckwetter mal einfach so in die Manteltasche stecken kann.

Doch das ist nicht der einzige Grund, der für ihren Einsatz spricht.

Mein Markenzeichen sind Stock-Fotos vom Alltag, die authentisch wirken, im Reportage-Stil. Schnappschußhaft. Auch dann, wenn sie gestellt sind.

Meine Alltags-Szenerien sind im Regelfall weitwinklig. Ich gehe "ins Motiv", auf kurze Distanz. Das gibt Authentizität. Und, ganz ehrlich, da stört das Verschluß-Geräusch einer SLR ganz enorm.

Schon mal gemerkt, daß ein Modell wie der Fischverkäufer oben immer unbewußt in die Kamera sieht, wenn die Aufnahmen von deutlich hörbaren Verschluß-Geräuschen begleitet sind? Und dann ist die Authentizität schon wieder flöten.

Und genau dann bewährt sich die Point-and-Shoot-Camera. Auslöseverzögerung hin oder her. Sie hat kein hörbares Verschlußgeräusch. Sie ist sozusagen die Meßsucher-Leica der Gegenwart.

Und mit etwas Übung absolut schnappschußtauglich.

Unbeschadet dessen benutze ich natürlich nicht nur die "Kleine". Auch im Alltag. Für Alltags-Szenen. Die Gründe dafür sind aber eigentlich weniger rational, manchmal will ich einfach was "Solides" und Schweres in der Hand haben.

Nicht mit der Coolpix entstanden deshalb die Fotos vom Schuhkauf. Da war es die Nikon D2H mit dem 2,8/17-35 mm Zoom, die zum Einsatz kam.

Einen merklich größeren Weitwinkel-Bereich hat jedoch diese Optik auch nicht. Die 17 mm entsprechen auch nur ungefähr 25 mm bei Vollformat. Und das Weitwinkel der Coolpix etwa 28 mm. Da liegt kein deutlich relevanter Unterschied dazwischen.


---------------------------------

Weitere Infos:

===> Themen des Alltags zur ausschließlich redaktionellen Verwendung auf meinem Mecom-Pool (auch über APIS und i-picturemaxx). Werbliche Verwender nehmen bitte vorab mit uns Kontakt auf.

Und bei der Bildmaschine:

Unsere Partneragentur bildmaschine.de

Wir produzieren auch Themen-CD's für Ihr Redaktions-Archiv (siehe Muster zum Thema Wetter).

===> Footage und Videos (Muster siehe YouTube) für Web und TV, editoriell und für Promotions, kommerziell und für private Nutzung finden Sie auch in unserem Angebot. Wir filmen bei Auftragsproduktionen bei Bedarf auch in HD.

Unsere Konditionen für den redaktionellen Bereich. Honorare und Nutzungsbedingungen für commercials und advertising sowie privat bedürfen der Vereinbarung im Einzelfall.

---------------
[ANZEIGE]
Interesse, Geld mit Bloggen zu verdienen?
Jetzt bei Trigami anmelden: http://www.trigami.com
---------------

You can also buy pics as artwork (postcards, prints, canvas prints or framed prints). See my gallery at RedBubble.


See the wide range of our themes and subjects:



Unser Flyer als PDF zum Ausdrucken.

Freitag, 22. Oktober 2010

Mecom und APIS - der Pool für redaktionelle Bilder - eine ganz persönliche Betrachtung

Ein Magazin wie FOCUS schickt keinen Fotografen los, wenn ein Foto des Klinikums Großhadern benötigt wird. Auch telefoniert der Bildredakteur nicht bei Fotografen und Agenturen rum, ob jemand das gewünschte Foto hat. Der heutige Bildredakteur hat seinen APIS-Browser (bzw. i-picturemaxx) und damit recherchiert er online in den Beständen der angeschlossenen Fotografen und Agenturen.

Gut, wenn man dann "dazugehört" und gemeinsam mit den "Big Playern" in der gleichen Liga spielt. So egalisiert das Internet die Unterschiede zwischen den ganz Großen und den ganz Kleinen. Nein, es ist gar nicht das Internet (alleine), es ist die Präsenz auf dem Recherche-Portal, das am meisten genutzt wird.

Und es ist das sorgsam zusammengestellte und gepflegte Portfolio, das man dort präsentiert.

Und bei mir gehört dazu eben auch die Medizin. Das ist die Verbindung meiner Berufe. Denn der Journalist schreibt am besten über das, wovon er eine Ahnung hat und der Bildjournalist fotografiert am besten die Themen, zu denen er einen professionellen Background besitzt.

Persönliche Bilder im redaktionellen Kontext

Themen des Alltags, Themen der Zeit, Menschen und Schicksale, das hat uns, meine Frau und mich auch nach Großhadern geführt. Es war eine ganz tiefe persönliche Betroffenheit. Gleichwohl aber wird man nicht seine Professionalität ablegen und so war auf diesen Wegen ein Fotoapparat mit dabei. Primär für eine ganz persönliche Dokumentation.

Und jetzt kommen wir aber auch zu einem Punkt von Bedeutung für die Verwendbarkeit von Fotos, zu diesem immer wieder leidigen Thema, dem Thema für die "Technik-Fans", den Megapixeln, überhaupt der "hochqualitativen" Werkzeuge. Denn selbstverständlich habe ich ins Klinikum keine SLR mitgenommen! Es war meine kleine Nikon Coolpix P5000. Die Amateur-Knipse. Offensichtlich auch technisch gut genug für die professionelle Fotografie.

Das im Münchner Stadtbezirk Hadern (Großhadern) gelegene Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität ist mit seinen 1418 Betten und den angeschlossenen Instituten der größte zusammenhängende Krankenhaus-Komplex Münchens. 1994 wurde das neue Gebäude des zur Münchener Uni gehörenden Genzentrums in Betrieb genommen, 1999 wurde die gesamte chemisch-pharmazeutische Fakultät auf den HighTech CampusLMU in Hadern umgesiedelt. Seit einigen Jahren bildet es, nach der Fusion mit dem Klinikum Innenstadt eines der größten Kliniken Deutschlands. Die genau Bezeichnung lautet seit der Fusion Klinikum der Universität München - Standort Großhadern. Die Transplantationsabteilung des Klinikums ist eine der führenden in Deutschland. Dabei werden alle klinisch etablierten Transplantationen durchgeführt, also Übertragung von Herz, Herz-Lungen gleichzeitig, Lungen (ein oder zwei Flügel), Bauchspeicheldrüse, Niere und Bauchspeicheldrüse-Niere gleichzeitig. Neben der Krankenversorgung spielt das Klinikum auch eine wichtige Rolle in der klinischen und theoretischen Forschung sowie in der studentischen Ausbildung. Dem Klinikum ist eine Krankenpflegeschule angeschlossen. Das Bettenhaus ist wegen seiner Form und der Aluminiumfassade weithin sichtbar und trägt bei Studenten den Spitznamen "der Toaster".

Keywords:
klinisches/ klinische/ klinisch/ Versorgung/ Lehre/ Forschung/ Hochleistungsmedizin/ Gesundheitskosten/ Gesundheitsreform/ Kliniken/ Grosshadern/ Krankenhaus/ Medizin/ Uni-Klinik/ Uniklinik/ Universitätsklinik/ Ludwig Maximilian/ Ludwig Maximilians Universität/ Krankenversicherung/ krankenversichert/ gesetzlich/ gesetzliche/ Behandlung/ behandeln/ Klinikum/ Kliniken/ Uni-Klinik/ Uniklinik/ Universitätsklinik/ Kassenpatient/ Privatpatient/ Großklinik/ Großklinikum/ Medizin/ Therapie/ therapeutisch/ Operation/ operieren/ Patient/ Patienten


Es war kein leichter Weg, der uns dann auch drei Monate lang Sonntag für Sonntag ins Inntal nach Bad Trißl geführt hat. Und damit meine ich beileibe nicht nur die mehr als 600 Kilometer, die ich an diesen Tagen zu fahren hatte. Es war die Angst um einen geliebten Menschen.

Die Kamera als Tagebuch

Es war auch da die Kamera das Tagebuch gewesen. Zwar gibt es in diesem "Tagebuch" Fotos, die außer uns niemals ein Mensch auf dieser Welt zu sehen kriegen wird, aber es gibt eben auch Fotos, die zur Veröffentlichung bestimmt sind.

Und die auch veröffentlicht werden.

Und solche Veröffentlichungen sind für uns ganz besonders wichtig. Denn es sind zugleich auch persönliche Bilder. Und Erinnerungen.

Das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit uns. Wir haben den Kampf verloren.

Und gegen die Macht des Todes kommt kein Sterblicher an. Kein Arzt und kein Priester. Wenn es Gott gefällt, dann prüft er uns hart. Es ist an uns, in der Kraft des Glaubens und im Glauben an die Unsterblichkeit der Seele auszuharren.

Und wenn es dann irgendwelche "Schlaumeier" gibt, die glauben, einen provozieren zu können oder zu müssen, denen kann ich nur sagen: Erlebt bitte das, was wir erlebt haben, bevor Ihr Euren Mund aufmacht, bzw. Eure Tastatur bedient! Euer vermeintlicher Spott ist unwürdig und primitiv und fehl am Platze. Laßt Euch einfach überraschen (vom Verlagswesen im Buchbereich und den Vorlaufzeiten scheint Ihr auch von keinerlei Sachkenntnis getrübt). Und nicht vergessen: Bezahlt ist bezahlt. Wann die Veröffentlichung tatsächlich erfolgt, das ist mir so wurschd als ob in Brasilien ein Kaffeesack umfällt oder in Peking ein Fahrrad.

-------------------

Info-Block:

Zum Thema Mecom/APIS siehe auch:

- Mecom + APIS
- Mecom-Bildkanal
- Mecom-Bildkanal (II)

===> Mein Bildmaterial finden interessierte Redakteure auf meinem Mecom-Pool (auch über APIS und i-picturemaxx)

Und bei der Bildmaschine:

Unsere Partneragentur bildmaschine.de

Wir produzieren auch Themen-CD's für Ihr Redaktions-Archiv (siehe Muster zum Thema Wetter).

Footage und Videos (Muster siehe YouTube) für Web und TV.

Unsere Konditionen.

---------------
[ANZEIGE]
Interesse, Geld mit Bloggen zu verdienen?
Jetzt bei Trigami anmelden: http://www.trigami.com
---------------

You can also buy pics as artwork (postcards, prints, canvas prints or framed prints). See my gallery at RedBubble.

Montag, 16. Januar 2012

Minus 6 Grad

Musste heute früh unseren Wagen kurzfristig in die Werkstatt bringen. Wie alle anderen in unserer Straße war er dick vereist. Um 8:30 Uhr waren minus 6 Grad.

Mit meinem Werkstatt-Ticket habe ich für die Rückfahrt die Straßenbahn benutzt. Da geht es auch am Business-Tower der Nürnberger Versicherung vorbei.

Folgend noch ein Schnappschuß meiner Haltestelle und meiner Privaten Krankenversicherung. Praktisch, wenn man zum Einwerfen seiner Rechnungen nur ein paar Minuten laufen muß.

Gut eine Stunde später. Immer noch minus 6 Grad. Ist übrigens nicht 10:27, sondern 9:27 Uhr. Meine Coolpix hat noch Sommerzeit. Ist ein Trost im kalten Winter.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Vom unbändigen Zorn auf den "billigen Jakob" und seine "billigen" Zulieferer

Der Kollege Horst Welke hat auf seinem Blog die Frage gestellt, wie das Jahr 2010 für den Berufsfotografen werden wird. Seine Prognose ist düster. Er hat recht mit der Aussage, daß seit Jahren die Honorare in den Keller gehen und daß der Bildermarkt von den Billigst-Agenturen geradezu überschwemmt wird. Er hat auch recht, daß sich daran nie wieder etwas ändern wird. Der Markt der allgemeinen Illustrations- und People-Fotografie ist fest in der Hand von Microstock. Das gleiche gilt für die Reisefotografie. Ein Markt, der ohnehin schon eh und je unter zig-millionenfacher Übersättigung gelitten hat.

Für jeden von uns, der mit Fotos Geld verdienen will (und zwar richtiges Geld, keine Almosen), heißt es, sich abzuheben von der billigen Masse. Nach dem alten Motto "The Crop and the Crowd". Oder: "An der Spitze ist immer Platz!".

Zu der Aussage von der "billigen" Masse will ich an dieser Stelle noch was loswerden.

Ich habe ja in meinem Artikel über Microstock auch die Beiträge "Ich koche vor Wut" und "Und deswegen: die Radikalkur" verlinkt (am Ende des Artikels bei "Verwandte Links").

Denn als "billig" empfinde ich es auch, wenn jemand nicht fair ist. Wenn ich bei einem Partner auf die gebotene gegenseitige Fairness vertraue und er mich enttäuscht. Seinen "kleinen Reibach" mit Gott und der Welt machen will. Das ist keine Grundlage für eine ersprießliche und kontinuierliche Geschäftsbeziehung.

Eigentlich bereits seit 2006 biete ich mein Mecom-Archiv nicht mehr gebührenfrei an (steht da im dritten großen Absatz).

Ich habe auf das Erheben einer Gebühr verzichtet. Im Vertrauen darauf, daß meine Partner nicht das identische Bildmaterial auch andernorts vertreiben. Besonders auch dann nicht, wenn ich dieses Material exzessiv bewerbe. Und mich damit gar vielleicht selbst bei den Adressaten lächerlich mache ("Der weiß ja gar nicht, wo seine Fotografen dieses angeblich so einzigartige Bildmaterial sonst noch überall verhökern."). Und ich mache mich nicht gerne zum Affen.

Deshalb nehme ich eben überhaupt kein Fremdmaterial mehr auf. Mir kann jemand CD's schicken und E-Mails, das landet im Müll. Und mich kann anrufen wer will. Ich bin zurückgekehrt, back to the roots, und wieder ein Ein-Mann-und-eine-Frau-Unternehmen ("Hier fotografiert, archiviert und verkauft der Chef").

Zurück zum Thema "Wie wird das neue Jahr für uns?"

Ich habe vor langer Zeit mal eine junge Grafik-Design-Studentin als Model (s. Bild unten) gehabt. Die wollte freie Kunstmalerin werden. Die sah auch in eine düstere Zukunft. Denn der Kunstmarkt ist durchaus mit dem Fotomarkt vergleichbar. Entweder du bist berühmt und deine Bilder gehen für Zehntausende über den Thresen des Galeristen oder du bist ein No-Name und kannst am ausgestreckten Arm verhungern.

Sie hat es, anders als ihre Mimik oben es vermuten ließe, geschafft. Sie hat ihren Stil ausgebildet und sich abgehoben. Mit Zähigkeit, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Durchsetzungsvermögen zum Erfolg. Auch frei nach dem Motto: "Wer Erfolg haben will, der muß auch immer ein bißchen mehr arbeiten als die anderen." Und ganz im Speziellen ganz speziell sein Gehirn anstrengen und Ideen entwickeln.

Nischen bleiben der Schlüssel zum Erfolg

Was die von Horst auch angesprochenen Nischen betrifft, so hoffe ich gleichwohl, daß meine Nischen mir noch lange erhalten bleiben. Die ich, Alamy und seiner Liste von "non-suitable" Kameras zum Trotz, auch mit meinen Coolpix-Schüssen bediene. So wie die beiden folgenden Publikationen. Hier zählen nicht die technischen Qualitäten des Fotoapparates, sondern die Originalität.

Ich denke, auch in den Nischen der Reisefotos noch so das ein oder andere in petto zu haben, das sich durch Originalität auszeichnet und seinen Markt finden wird. Zwar bestimmt nicht den fünfmillionsten Sonnenuntergang, aber den einen besonderen in einer besonderen Region.

Und die geschichtlichen und kulturellen Highlights von Regionen, in denen man sich mit Fug und Recht als Insider bezeichnen kann. Insider-Wissen und gute Kontakte schaffen einen Vorsprung vor "Otto-Normal-Knipser". Ein unschätzbarer Vorteil. Besonders, wenn man auch zu seinen Fotos noch gleich ganze Geschichten im Angebot hat.

Und dann wären da noch meine Leib- und Magen-Themen, Heim und Garten, bei denen ich mich auch nicht scheue, alle Register des Photo-Composings zu ziehen, um Bilder zu kreieren, die sich vom Standard abheben.


Sex sells

Das ist durchaus kein abgedroschener Spruch. Das ist eine Realität. Jedem Anhänger der "political correctness" oder des "gender mainstream" und jeder eingefleischten Feministin zum Trotz. Und Sex ist nicht billig. Denn das hat so wie ich keine Microstock-Agentur. Das hat außer mir selbst auch noch die Bildmaschine. Und das ist - aus meiner ganz subjektiven Sicht - die einzige Bildagentur, die mir wirklich auch finanziell etwas bringt.

Und deswegen werde ich diesen Teil meines Foto-Stocks auch weiterhin mit allem Nachdruck anpreisen und Muster-CD's und Flyer kreuz und quer durch die Republik und auch ins Ausland schicken (wozu kann ich denn fließend Englisch und Französisch?).


Und ein As habe ich auch immer noch im Ärmel:

Und das ist der Sport. Und da bin ich mal ganz unbescheiden: da muß ich mich vor keinem vertecken. Schon gar nicht vor Microstock-Hobby-Sport-Knipsern. Denn ich und mein 300-er, wir sind unschlagbar!

Im Bildpaar unten sieht man's (oben) an der Nikon F4 und (unten) an der Nikon D2H. Von analog bis digital begleitet mich dieses Objektiv nun schon 21 Jahre (1988 für damals über 8.000,-- DM erworben).

Und in dem folgenden kleinen Clip sieht man auch durchaus, was der Vorteil von uns "alten Hasen" ist: wir können alles und wir machen alles. Wir sind "robust" genug, von A bis Z jedes Thema zuverlässig zu bearbeiten. Und wir haben aus langjähriger Arbeit so viel - authentisches - Stock-Material, daß wir auch jede Aktualität mit Symbolbildern aus dem Archiv bedienen können!


Links:

Donnerstag, 9. Juli 2009

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Während allenthalben der Bär steppt um das Microstock-Thema möchte ich hier mal wieder ein anderes Faß aufmachen.

Ich schicke voraus: Ich bin kein Fotograf!

Bitte wie? Bitte was?

Nein, ich bin kein Fotograf. Ich bin Journalist! Zufälligerweise fotografiere ich gar nicht so übel. Aber ich schreibe auch. Ich war mal Hobby-Fotograf. Jawoll! Da war ich Fotograf. Da habe ich auch das fotografiert, was mir Spaß gemacht hat. Wenn ich jetzt sage, das ist seit 23 Jahren vorbei, dann meine ich nicht, daß mir Fotografieren seither keinen Spaß mehr macht. Da wär' ich ja völlig meschugge ...

Fakt ist, ich arbeite in erster Linie wie eine Redaktion, mit dem Komplettpaket Bild und Text. Mein Büro ist keine Bildagentur, sondern ein Pressedienst. Und unser Fokus ist der Alltag, sind die Features, ist das Informative und ist die Unterhaltung. Oder anders gesagt: ist erst mal die Recherche, die Suche nach verkaufbaren Themen. Und das geht dann zielgruppengerecht an die jeweiligen Medien aus dem Haus. Früher als Manuskript auf Papier und die Fotos als Print oder Dup-Dia per Post, heute als Bilderdienst über den Mecom-Bildkanal. Bilderdienst dabei bitte nicht falsch verstehen. Das ist nicht nur eine Bildlegende, sondern im IPTC-Feld "Caption" steht dazu immer der dazugehörige Text drin. Und das ist immer einiges mehr als eine Legende.

Das ist ein Bein.

Das andere steht aber immer noch in enger Beziehung zur gelben Post. Zwar liegt heutzutage das Material immer in Dateiform vor (Texte als rtf, das universelle, von jedem System lesbare Textformat, denn nicht jeder hat Word!), aber die Texte werden immer noch gedruckt (die meisten Adressaten haben nämlich gerne Papier zum Lesen in der Hand, anstatt sich immer nur über den Bildschirm zu klicken) und mit den Bild- und Textdateien auf CD an die Kunden verschickt. Da gehört natürlich auch ein anständiger Angebotsbrief dazu (in dem - logo - auch meine Web-Adresse(n) mit drinstehen.

Nachstehend mal so ein paar Beispiele zum Themenspektrum, das da so bearbeitet wird.

Dazu das passende Foto und der "Käs' ist gegessen". Entweder es wird was oder es wird nix. Basta. So einfach ist das. Meine Erfahrung: meist wird's was. Okay, das macht meine Erfahrung und Routine. Wer noch nie eine Redaktion von innen gesehen hat und die Arbeitsweisen und auch Vorlieben der Kollegen etwas kennt, der tut sich etwas schwerer. Aber das ist lernbar.

Und der Themen sind gar viele. Jede Zeitung und jede Zeitschrift hat eine Wissens-Rubrik, die es Woche für Woche zu bestücken gilt.
Unten noch so ein Beispiel für ein Komplett-Feature mit Bild und Text (veröffentlicht in einer Kundenzeitung einer Supermarktkette).

Den Reisefotografen bietet sich da auch genügend an, was sie als Features absetzen können (auch wenn People klar besser laufen), aber bitte auch immer mit dem Text dazu. Es reicht wirklich nicht, nur zu knipsen. Ohne die notwendige Hintergrundinformation dazu (in flotter Schreibe bitteschön) ist das halt einfach nur ein Bild. Von Motiven, die - zumindest überwiegend - mit Gewißheit schon 186.305-mal abgelichtet worden sind.

Und dann biete ich auch noch die richtigen Geschichten an (gern genommen und immer gesucht sind "Menschen und Schicksale"), mit etwas mehr Text als nur den informativen oder unterhaltsamen Kurztext. Das geht dann ganz normal per Post raus. Mit einem gedruckten Angebots-Newsletter und den Low-Res-Bildern zur Ansicht auf einer CD. An gezielt ausgewählte Adressaten. Die High-Res-Daten werden nachgeliefert, wenn der Kunde tatsächlich veröffentlichen will und die Honorarfrage geklärt ist.

Auch dazu ein Beispiel.

Der Flyer, der mit CD (mit Low-Res-Ansichtsbildern) rausging. Und was draus wurde.

Bei Archivmaterial "zieht" das symbolhafte Bild. So wie das unten. Der Stinkefinger ist übrigens mein eigener. Und aufgenommen wurde das Ganze mit der "Amateur-Knipse" Nikon Coolpix P5000.

Und wenn das nicht das Symbol ist für einen Hitzesommer ....

Oder das für die schlimmsten Depressionen, die man sich vorstellen kann.

Zum Abschluß (und das meine ich absolut ernst): wer sich seine Nische sucht, der wird Agenturen irgendwann wirklich nur noch als Zubrot ansehen, meinetwegen auch Micros, aber er wird sein Business selbst machen können. Man muß zwar ständig umdenken, sich immer wieder was Neues einfallen lassen. Aber das macht die Sache auch spannend. Zähigkeit, Flexibilität, Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen sichern langfristig einen eigenen Markt.