Dienstag, 27. Oktober 2009

Der Westwall und die Maginot-Linie

Der Westwall war eine Verteidigungsanlage, die sich längs der Westgrenze im Zweiten Weltkrieg erstreckte. Die militärische Führung hielt ihn für wichtig in diesem seit altersher heftig umkämpften Grenzgebiet zu Frankreich.

Tatsächlich war er militärisch dann bedeutungslos.

Gerade im Pfälzerwald findet man viele seine Überreste. Bunkeranlagen, gesprengt, im Wald versteckt, und heute Biotope für zum Teil seltene Tierarten.

Es ist gefährlich, diese Anlagen zu betreten, auch wenn die zum Teil verrotteten und verwahrlosten Absperrungen einen Zutritt ermöglichen.

Die Gefechtsanlagen sind zum Teil unterirdisch und wer die Gänge betritt, setzt sich der Gefahr aus, verschüttet zu werden. Außerdem ragen verostete Stahlarmierungen aus dem gesprengten Beton und bergen ein hohes Verlrtzungsrisiko. Auch ist Trittsicherheit gefragt. Und nicht zuletzt kann da auch noch Munition rumliegen.

Wer sich dennoch für die Anlagen und ihre Geschichte interessiert, dem sei ein Besuch des Westwallmuseums im Pirmasenser Stadtteil Niedersimten empfohlen. Hier wurde ein Teil der Gefechtsanlage Gerstfeldhöhe restauriert und ist - mit zeitgenössischen Waffen, Uniformen und Kampfahrzeugen ausgestattet - für Besucher zugänglich.

Auf der anderen Seite der Front, auf französischer Seite, befanden sich die Befestigungswerke der Ligne Maginot, der Maginot-Linie.

Davon sind viele Anlagen erhalten und können besichtigt werden.

Die Bilder unten zeigen die Bunkeranlage Four à Chaux bei Lembach im Elsaß (Naturpark Vosges du Nord).


Headline: Ligne Maginot

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© Franz Roth

Kommentare:

  1. munition wirst du dort kaum noch finden, die franzmänner waren da sehr gründlich. außerdem wurde in den meisten bunkern gar nicht groß gekämpft, genausowenig wie in der maginot linie.

    was du da drin findest ist schrott, die bunker wurden jahrzehntelang von der bevölkerung als müllhalden verwendet. mittlerweile werden immer mehr zugeschüttet...es könnte ja mal ein kind da reinfallen heißt es.

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  2. So die ein odere andere einzelne Patrone haben wir (allerdings letzmals in den frühen Siebzigern) schon noch gefunden. Etwa in den Anlagen im Gersbachtal bei Niedersimten, die zur Gefechtsanlage Gerstfeldhöhe gehören. Aber meinen Kopf würde ich nicht drauf verwetten, daß da noch ein paar vergessene in irgendwelchen Winkeln rumliegen.

    Sagte ich ja: der Westwall war militärisch eigentlich bedeutungslos. Da gab es kaum Kämpfe, weil die Alliierten durch Belgien kamen und durchs südliche Elsaß.

    Bedauerlich finde ich, daß die ganzen Anlagen nur verkommen (nix gegen Biotope, aber das sind auch Geschichtszeugen). Die Franzosen haben bei ihrer Magionot-Linie alles mögliche restauriert und zur Besichtigung freigegeben (gegen Eintritt natürlich).

    Soweit ich weiß, ist das Westwallmuseum in Niedersimten die einzige Anlage dieser Art, die es vom ganzen Westwall in der Pfalz gibt.

    Einige gibt es an Saar und Mosel und in der Eifel.

    Habe ich auch mitgekriegt, daß das Land die Bunker möglichst gerne beseitigen möchte. Aber dagegen ist sogar, wie ich hörte, der Naturschutz (wegen der Biotope).

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