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Donnerstag, 9. Dezember 2010

Kein Katastrophen-Alarm in Mittelfranken

Der Blick aus unserem Fenster in Nürnberg erweckt den Eindruck eines Wintermärchens. Doch es ist der Winter-Horror.

In Mittelfranken ist Katastrophenalarm!

Aktualisiert:
Laut Regierung von Mittelfranken wurde für die Region kein Katastrophenalarm ausgelöst. Bei auch über die Sender gegangenen Meldungen über die Alarmauslösung handele es sich um ein Gerücht. Gleichwohl ist nach wie vor die Verkehrssituation katastrophal.



Rund um Nürnberg sind alle Autobahnen im Schneechaos dicht (selbst die Winterdienste kommen zum Großteil wegen querstehender LKW nicht durch) und auch im Bahnverkehr kommt es zu Behinderungen. In Nürnberg müssen auch für die Straßenbahnen erst die Gleisbette freigeräumt werden. Vor 10:00 Uhr fahren keine Trams.

In den kreisfreien Städten und vielen Landkreisen fällt witterungsbedingt die Schule aus.

In nunmehr 28 Jahren in Nürnberg ist das eine Premiere: einen solchen Katastrophenalarm (na, was schreib' ich denn jetzt? Katastrophalen Zustand auf den Straßen? Genau!) infolge Schneechaos habe ich in Mittelfranken noch nie erlebt.


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Samstag, 12. Dezember 2009

Wetter aus meinem Fenster



Passend zum Klimagipfel in Kopenhagen hat es heute punkt 13:45 Uhr hier in Nürnberg zu schneien begonnen.

Als ob Frau Holle das Weltuntergangs-Schreckens-Szenario ad absurdum führen möchte.

Nach dem Motto: "Der Weltuntergang findet nicht statt!"

Wetter aus meinem Fenster

Ich mache oft Wetter-Features einfach von unserem Wohnzimmerfenster aus, in der dritten Etage. Gegenüber ein Parkplatz, ein paar Bäume und etwas entfernter das Verlagsgebäude der Nürnberger Nachrichten (NN) und der Nürnberger Zeitung (NZ).

Etwas unheimlich war es hier oben, als uns vor nun fast drei Jahren Kyrill mit 120 km/h erwischte. Fotografiert habe ich trotzdem.


Orkan "Kyrill" über Nürnberg

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h fegte am 18. Janur 2007 (18.01.2007) das Sturmtief "Kyrill" über ganz Deutschland hinweg. Das Foto entstand in Nürnberg, aus der dritten Etage eines Gründerzeitaltbaus mit Westfront, genau dem Sturm zugewandt. Auch in Mittelfranken hat «Kyrill» seine Spuren hinterlassen. Die Regierung von Mittelfranken konnte am Freitag noch keine vollständige Bilanz noch keine vollständige Bilanz ziehen - größere Unglücksfälle blieben aber offenbar aus. Zum Teil waren am Freitag immer noch Ortsverbindungsstraßen gesperrt. Im Netzgebiet der N-Ergie kam es zu mehr als 20 Stromausfällen in Nürnberg und der Region. Seit Beginn des Orkans gingen bei der Einsatzzentrale der Polizei Mittelfranken 850 Notrufe ein. Drei Menschen wurden leicht verletzt. «Kyrill» verursachte auf der A 6 nahe der Ausfahrt Alfeld mehrere Unfälle. So stürzte am Donnerstag gegen 17.45 Uhr eine etwa 20 Meter hohe Fichte auf die Autobahn - direkt vor ein Auto. Der 48 Jahre alte Fahrer fuhr auf den Baum auf, wurde bei dem Unfall aber nicht verletzt. Kurz darauf fuhren drei Autofahrer über abgebrochene Teile der Fichte. Gegen 18.15 Uhr fiel ein weiterer Baum auf einen Lkw-Anhänger. Da weitere Bäume umzustürzen drohten, wurde die A 6 ab der Anschlussstelle AltdorfLeinburg in Richtung Amberg für mehrere Stunden gesperrt.

Ein normales Unwetter ist da richtig easy.


Im Herbst kann ich einfach vom Fenster aus prachtvolles Herbstlaub aufnehmen.


Und auch die herbstlichen Gefahren im Straßenverkehr (Herbstlaub als "Glatteis ohne Frost").



Und im Winter gelingen hier auch sehr schöne Schüsse.


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Sonntag, 14. November 2010

Roadster-Träume en miniature

Unser roter Honda S2000 Roadster (links im Bild 2003 bei unserer Hochzeits-Reise in Triberg im Schwarzwald) erlitt im Jahre 2004 einen tragischen Untergang.

Es gibt Leute, die brettern bei Rot voll über eine Kreuzung. Da half auch keine Vollbremsung mehr. Der andere Wagen krachte mit voller Wucht in unser linkes Vorderrad. Und dieser Aufprall war das Ende unseres roten Renners. Meine Vollbremsung konnte nur verhindern, daß wir selbst ernsthafter verletzt worden wären. Aber an unserem roten Traumauto war die Achse unrettbar aus dem Lot geraten. Das Auto zu reparieren wäre nicht sehr sinnvoll gewesen.

Zwei Jahre nur konnten wir daher unseren roten Traum genießen.

Nicht, daß meine Frau dieses schicke Auto nur gewienert hätte, nein, sie saß auch leidenschaftlich gerne hinter seinem Volant.

Das Original gibt es zwar nicht mehr, aber dafür sein kleines Ebenbild. Genauso rot.

Und in Gesellschaft eines BMW Z3 Roadster, der damals, bevor wir uns für den Honda entschieden, auch eine Variante für uns gewesen wäre.


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Rothenburg ob der Tauber in Mittelfranken (Landkreis Ansbach), ein wunderbares Ausflugsziel für eine Ausfahrt mit dem Roadster.

Kontraste: Unser Roadster und ein alter Geräteschuppen auf einem Reiterhof im friesischen Schortens.

Bei Neuhaus an der Pegnitz, Mittelfranken, Landkreis Nürnberger Land.

Bei Iphofen, Unterfranken, Landkreis Kitzingen.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Winter in Nürnberg - es schneit wieder




13. Dezember 2009: In Nürnberg beginnen gegen 10:00 Uhr am Vormittag starke (heftige) Schneefälle.

Mit Verkehrsbehinderungen infolge andauernden Schneefalls muß gerechnet werden.

+++ Aktuelle News +++ Nachrichten +++ Verkehr

Keywords/Stichworte:

Auto, Autos, Verkehrsbehinderung, Verkehrsbehinderungen, winterliche Straßenverhältnisse, Stadt, Innenstadt, innerstädtisch, Bayern, Franken, Mittelfranken, Winterreifen +++ December, 13, 2009: In the city of Nuremberg it begins snowing; traffic, snow, weather, street

Bereits gestern hatte es geschneit.



Wir kennen hier in Nürnberg Winter mit verdammt viel Schnee. Auch in der Stadt mit schwersten Verkehrsbehinderungen.

Unten zwei Archivbilder vom Februar 2009.

Und die vier unten sind vom Schneechaos im Januar 2007.

24.01.2007: Wintereinbruch in Nürnberg (Regierungsbezirk Mittelfranken, Bayern), Zeit des morgendlichen Berufsverkehrs, schwere Behinderungen für die Pendler und Schüler, Schulen und Arbeitsstellen nur schwer erreichbar / Passanten an Fußgängerüberweg, Ampel, Verkehrsampel, Rotlicht, Verkehrszeichen, Verkehrsregelung *** Keywords: Winterdienst Räumdienst verspaeten verspaetet soch verspäten verspätet Verspaetungen Verspätungen Verspaetung Verspätung Fahrt zur Arbeit Pendler Morgen morgens Berufsverkehr 2007 Januar winterlich Jahreszeiten Verkehrsbehinderung Verkehrsbehinderungen Winterchaos Verkehr Chaos Verkehrschaos zugeschneit eingeschneit verschneit schneien Schneetreiben Schnee Witterung Wetter Winter Straßenbahn öffentliche Verkehrsmittel Tram Trambahn Tram-Bahn

Auch die Bilder unten von diesem Tag. Man kann erkennen, daß die Stadt fest in der Hand von Väterchen Frost ist.

Da bleibt das eigene Auto stehen. Den Wintereinbruch und dieses Schnee-Chaos fotografierte ich einfach bei uns um die Ecke. Da bist du nur zu Fuß unterwegs und bist froh, dich nicht hinters Lenkrad setzen zu müssen.

Und das ist vom Anfang des Milleniums, aus dem Jahr 2001.

Kein Jahr hier, wo es nicht Winter mit viel Schnee gegeben hat.

So bleibt eben die Hoffnung, den Christkindlesmarkt noch im Schnee zu sehen. Die Hoffnung auf weiße Weihnachten.

Und durch den winterlich verschneiten Park auf der Wöhrder Wiese zu spazieren. Sozusagen direkt vor unserer Haustür.


Aktion Sternstunden des BR

GÜNTHER BECKSTEIN, ehem. bayerischer Ministerpräsident, verkauft Weihnachtssterne auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt für die Aktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks.


Winterlicher Ausflugs-Tipp:

Regierungsbezirk Oberfranken: Felsengarten Sanspareil - schönster Garten Deutschlands // Ortschaft in der Gemeinde Wonsees (Landkreis Kulmbach), die Bekanntheit wegen des gleichnamigen Felsengartens unterhalb der mittelalterlichen Hohenzollernburg Burg Zwernitz genießt. Anlegen ließ diesen Garten Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die Schwester Friedrichs des Großen 1744. Als Architekten des Felsengartens werden Joseph Saint-Pierre und Giovanni Battista Pedrozzi genannt. Der Name des Parks geht auf den Ausruf einer Hofdame des Bayreuther Markgrafen zurück: "C'est sans pareil!" (Dies ist ohne Gleichen!). Im Garten findet sich eine große Anzahl von bizarren Felsgruppen, eine Grottenanlage, weiters Architekturelemente und Skulpturen. Als interessantestes Beispiel dafür dient das Felsentheater, das als römische Ruine erscheint. Das gesamte Ensemble sollte wie die Kulisse des Romans von Fenelon, "Die seltsamen Begebenheiten des Telemach", wirken. Es war ein Pendant zu des Bruders (Friedrich II. von Preußen) Sanssouci.

Donnerstag, 29. April 2010

Nachtrag zur "Autobahn des Schreckens", der A6, der Autobahn mit dem höchsten LKW-Aufkommen in Deutschland

Die Autobahn A 6 Nürnberg - Heilbronn - Mannheim ist diejenige mit dem höchsten Aufkommen an Lastwagen in ganz Deutschland. Besonders seit der EU-Osterweiterung quält sich Tag für Tag eine Karawane von Brummis über diese Ost-West-Verbindung. Im Schwerlastbereich ist eine Zunahme von rd. 195 % (Prozent) zu verzeichnen.

Ich hatte sie "Autobahn des Schreckens" genannt. Die A6, die Autobahn mit dem höchsten LKW-Aufkommen in Deutschland. Sie ist und bleibt Deutschlands schlimmste Autobahn. Gerade gestern auf der Rückfahrt aus der Pfalz wieder "hautnah" erlebt. Streß pur. Die Karawane ist ohne Ende. Und ein Ende der unsäglichen Zustände dieser Haupt-Ost-West-Traversale ist zur Zeit nicht absehbar.

Und mit dieser Meinung stehe ich nicht allein. Ein Bericht aus jüngster Zeit in den Nürnberger Nachrichten verdeutlicht dies. Der Unmut entlang dieser Autobahn wächst. Es müssen Lösungen gefunden werden. Und zwar schnell.

Aus den Nürnberger Nachrichten vom 21.4.2010:

NÜRNBERG/BIRNTHON - Die Bewohner von Birnthon und der Bund Naturschutz machen Front gegen einen massiven Eingriff in den Bannwald: Sie lehnen einen geplanten Parkplatz mit WC-Anlage an der Autobahn A 6 ab.

Spät haben die Birnthoner von der zwischen Birnthon und Moosbach geplanten PWC- Anlage (Parkplatz mit Toiletten) erfahren; doch jetzt wollen sie sich mit aller Kraft dagegen wehren. Ortssprecher Wolfgang Kautz lud zu einer Begehung an die dafür bestimmte Stelle an der A6: In nur 900 Metern Entfernung zu seinem idyllischen Wohnort sollen 5,1 Hektar wertvollen Naherholungsgebietes diesem Projekt geopfert werden.

Auch Bewohner von Moosbach wehren sich

Auf der anderen Seite der Autobahn wehren sich die Moosbacher aus dem gleichen Grund; sie haben ihre Ablehnung bei der Regierung von Mittelfranken vorgebracht. Über den Bürgerverein Südost haben die Birnthoner kurz vor Ablauf der Einspruchsfrist ihren Einwand nachgeliefert.

Darin wird ausgeführt, dass die geplante Einrichtung - 36 Lkw- und vier Busstellplätze, zwei Parkplätze für Pkw mit Anhänger und 24 Pkw-Abstellflächen plus WC-Anlage - einen massiven Eingriff in den Reichswald darstellt. Die Lebensqualität der Birnthoner Bürger werde durch zunehmende Lärmbelästigung und die zu erwartende Verunreinigung der angrenzenden Gebiete empfindlich gestört.

Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten

53.000 Kubikmeter Erde müssten bewegt werden - damit verlören dort beheimatete seltene Pflanzen- und Tierarten ihre Lebensgrundlage. Gleichzeitig werde ein beliebter überregionaler Wanderweg durchtrennt. Auch macht man sich Sorgen über Gewässerverunreinigung durch abfließendes Oberflächenwasser, Diesel- und Streusalzrückstände.

Die Drogenhilfe Mudra, die in Birnthon die Therapieeinrichtung Dönüs betreibt, befürchtet darüber hinaus, dass die geplante Anlage auch als Drogenumschlagplatz dienen könnte.

Bedarf zusätzlicher Lkw-Parkmöglichkeiten in der Region

Dieter Meyer, Leiter der zuständigen Dienststelle der Autobahndirektion Nordbayern, betont den Bedarf zusätzlicher Lkw-Parkmöglichkeiten in der Region. Die vorhandenen Plätze reichten nicht aus, damit die Fahrer ihre vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten einhalten können. Zugleich unterstreicht er, dass für die notwendigen Rodungen Ausgleichsflächen vorgesehen seien. In Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt würden Vorsorgemaßnahmen für den Gewässerschutz eingeplant.

Marion Padua, Stadträtin der Linken, will einen Dringlichkeitsantrag gegen das Projekt im Nürnberger Stadtrat einreichen. Ihre SPD-Kollegin Christine Grützner-Kanis räumt diesem Vorhaben wenig Erfolgschancen ein, da Nürnberg als Nachbargemeinde im Planfeststellungsverfahren nur begrenzten Einfluss auf den Beschluss habe. Die für die PWC-Anlage vorgesehene Fläche ist gemeindefreies Gebiet, das im Besitz der Autobahndirektion ist - ein Grund, warum diese die Parkplätze genau da errichten will. Damit habe man seit jeher geliebäugelt, so Dienststellenleiter Meyer.

Eingriffe in den Reichswald häufen sich

Nach Ansicht des Regionalreferenten des Bund Naturschutz für Mittel- und Oberfranken, Tom Konopka, habe die Stadt Nürnberg sehr wohl großes Gewicht, könne »dezidiert Stellung nehmen«. Dass dies offensichtlich auf die lange Bank geschoben werde, ist für ihn politisches Kalkül. Konopka verweist auf die vielen parallel laufenden Rodungsvorhaben in der Region - seit den 70er Jahren habe es so viele Eingriffe in den Reichswald nicht mehr gegeben.

Aus Sicht des BN darf die geplante PWC-Anlage auf keinen Fall kommen. In seiner Stellungnahme an die Regierung von Mittelfranken moniert er, verspätet davon Kenntnis erhalten zu haben. Der BN fordert den Verzicht auf den Bau in dem Vogelschutz- und Natura-2000- Gebiet sowie eine Verträglichkeitsprüfung nach EU-Recht hinsichtlich der in dem Gebiet vorkommenden schützenswerten Tiere, unter denen auch Rote-Liste-Arten sind. Beispielsweise nennt Konopka bedeutsame Vorkommen des seltenen Auerhuhns.

Bund Naturschutz: Bahnausbau in Richtung Osten überfällig

Der Reichswald dürfe keine Verfügungsmasse sein, sagt der BN-Regionalreferent. Deshalb werde sein Verein jeden weiteren Ausbau des Lkw-Systems auf Kosten des Waldes blockieren. Abhilfe gegen das steigende Lkw-Aufkommen könne nur der überfällige Bahnausbau Richtung Osten schaffen. Doch bislang habe der Staat immer nur in den Straßenbau investiert.

Autorin: Ulrike Pilz-Dertwinkel

Untragbare Zustände nicht nur in Bayern

Die Autobahn A 6 (hier bei Heilbronn) ist diejenige mit dem höchsten LKW-Aufkommen in Deutschland. Ein weiteres Plus von 62 Prozent im Schwerlastbereich hat die EU-Osterweiterung gebracht und die Hauptachse ist mittlerweile die früher bis Heilbronn eher "beschauliche" A 6. Und die Blechlawine scheint nicht abzureißen. Sozusagen von der tscheschichen Grenze bei Waidhaus bis zur französischen bei Saarbrücken (Goldene Bremm) bewegt sich die Karawane Lastwagen hinter Lastwagen. Es ist geradezu lebensgefährlich, an den Brummis vorbeizufahren, denn gerade die Trucker aus dem ehemaligen Ostblock liefern sich gerne "Brummi-Rennen" ("Elefanten-Rennen"), auch auf den überwiegend zweispurigen Abschnitten der Autobahn und beschwören dadurch riskante Situationen herauf.

In Baden-Württemberg gibt es Überlegungen, den dringend notwendigen Ausbau privat zu finanzieren.

Freitag, 9. Dezember 2011

Vor einem Jahr



Erinnern wir uns zurück an den Winter vor einem Jahr. Schneechaos. Die Rettungsdienste hatten Großeinsatz.



Und wer nicht zwingend aufs Auto angewiesen war, der stieg um auf öffentliche Verkehrsmittel.



Und als das große Chaos in Mittelfranken sich gelegt hatte, bedeckte der Schnee weiterhin die Nürnberger City. Das passte zwar exzellent zur Weihnachtsstimmung auf dem Christkindlesmarkt, aber auf diese üppige weiße Pracht hätte man hier in der Stadt gerne verzichten können.



Und als es heute in Strömen zu gießen begann, da hofften wir inständig, daß es sich - bitte, bitte - nicht in Schnee verwandeln würde.

Denn - trotz aller Wintertauglichkeit - auf Cabrio schnee- und eisfrei machen haben wir eigentlich rein gar keine Lust!



Und falls doch noch (und das dürfte so gewiß sein, so wahr es die "globale Erwärmung" gibt!) der Schnee kommt, bleibt zu hoffen, daß der Frankenmetropole nicht wieder das Streusalz ausgeht.

Sonntag, 15. Februar 2009

Die Deutschen fahren in der Freizeit am liebsten mit dem Auto


Davon kann man jetzt im Winter nur träumen: Sommer, Sonnenschein, im offenen Wagen unterwegs in idyllischer Landschaft. Aber genau das ist nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) der Deutschen liebste Beschäftigung. 54,1 Prozent fahren am liebsten mit ihrem Auto, das auch 40,5 Prozent in der Freizeit nutzen. Öffentliche Verkehrsmittel mögen nur 9,1 Prozent. Was Wunder, wer ist auch schon gerne in der überfüllten U-Bahn?

Und außerdem: Autokauf ist Bauchsache, hat nicht zwingend was mit "Vernunft" zu tun.



Eine der malerischsten Ortsansichten im Bereich der oberen Altmühl bietet Ornbau mit seiner alten Steinbrücke aus dem 16. Jahrhundert von der jenseitigen Flußseite aus. In der frühgotischen Friedhofskirche sind die Gräber von Bischöfen der Wolga-Deutschen aus der Diözese Tiraspol zu sehen. Wassersport-Möglichkeiten bietet der nahe Altmühl-Überleiter mit der einladenden Badebucht.

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Mittwoch, 6. Oktober 2010

Festungen: Bitche (Bitsch), Wülzburg und Willibaldsburg

Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche) in Lothringen (Lorraine, 57, Department Moselle). Die Festung wurde von Vauban erbaut und erlangte im deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 Berühmtheit. Denn der Kommandant übergab die Festung erst, nachdem bereits die Republik Frankreich kapituliert hatte und sein ehemaliger Kaiser Napoleon III. schon längst mit der Kapitulation bei Sedan die Ära des französischen Kaiserreiches beendet hatte.



Ich habe für die von Vauban erbaute Festung hoch über der Stadt ein Faible.

Nicht nur, weil mein Großvater mütterlicherseits, der Unteroffizier Ernst Dreher, ein Mann aus dem Hunsrück, dort zu Beginn des Ersten Weltkrieges (da war Lothringen deutsch, Reichslande Elsaß-Lothringen genannt, gegen Bismarcks Rat nach dem Krieg 1871 annektiert) seine Grundausbildung absolvierte. Besonders faszinierend finde ich die Geschichte des Bollwerks im deutsch-französischer Krieg von 1870/71. Erst als ganz Frankreich schon besiegt war, kapitulierte der Kommandant da oben auf dem Felsen!

Die Wülzburg bei Weißenburg in Mittelfranken

Aus der gleichen Bauzeit wie die Citadelle de Bitche stammt die Festung Wülzburg nahe des mittelfränkischen Weißenburg (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen). Die Wülzburg wurde erbaut von den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und war eine ständige Bedrohung der Reichsstädte Weißenburg und Nürnberg.

Und auch sie hat eine Beziehung zu Frankreich und zum Ersten Weltkrieg: denn auf ihr war der junge Leutnant Charles de Gaulle als Kriegsgefangener inhaftiert. Er unternahm von der Wülzburg mehrere erfolglose aber durchaus spektakuläre Fluchtversuche. So unter anderem in einem Wäschekorb.

Bemerkenwert an der Anlage ist u.a. der sogenannte Siebenröhrenbrunnen (Bilder oben), der aus 133 Metern Tiefe die Festungsanlage mit Wasser versorgte.

Die Willibaldsburg bei Eichstätt im Altmühltal

Die nach dem im Eichstätter Dom beigesetzten Heiligen Willibald (siehe auch diesen Artikel) benannte Festung war dereinst im Besitz der Eichstätter Fürstbischöfe.

Auf den Spuren der Hildegard von Bingen - Heilkraft aus der Natur und aus dem Glauben - Vor 400 Jahren wurde der berühmte botanische Garten Hortus Eystettensis auf der Willibaldsburg angelegt. Seit der Übernahme der Willibaldsburg durch die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen im Jahre 1962 wurde immer wieder über eine Rekonstruktion dieser schon seit langer Zeit verschwundenen Gartenanlage nachgedacht. Da das ursprüngliche Areal des Hortus Eystettensis durch Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges sowie durch Baumaßnahmen in den vergangenen Jahrhunderten stark verändert wurde und bisher keine Unterlagen bekannt sind, welche über die Lage und Gestalt des Hortus Eystettensis detaillierte Aussagen treffen, nahm man von diesem Gedanken immer wieder Abstand. Angeregt durch die Veröffentlichung eines Faksimiles des prächtigen Kupferstichwerks Hortus Eystettensis hatte der Leiter der Schloß- und Gartenverwaltung Ansbach, Bernd Ringholz, schließlich die Idee, die im Buch dargestellte Pflanzenwelt durch einen Informationsgarten wieder zum Leben zu erwecken. Als Standort für den neuen Garten bot sich die Schmiede-Bastion auf der Willibaldsburg an, ein überschaubares begrenztes Terrain.

Öffnungszeiten: Ostern bis Mitte Oktober: 9.00-18.00 Uhr (Montags geschlossen), Mitte Oktober bis Ostern: geschlossen.

Auch das Jura-Museum ist auf der Burg untergebracht und es gibt dort einen reizvollen Biergarten, Restaurant und Hotel.

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Ähnliches Thema:
Reisetipps für den Herbst

Samstag, 9. Oktober 2010

Herbst in Bayern

Die nördlichste Stadt Bayerns - Fladungen in der langen Rhön ist Bayerns nördlichste Stadt. Sie kam erst während der napoleonischen Ära zu Bayern. Und im Rhön-Museum findet man folgerichtig dann auch noch ein altes Grenzschild aus der damaligen Zeit.

Herbsttag, Kapelle, Baum, Sonnentag, Neuhaus an der Pegnitz, Bayern, Mittelfranken, Deutschland, Symbolbild: Herbst des Lebens, altern, Lebensabend

Kloster Banz, Oberfranken, Maintal, Tagungsstätte der CSU (Christlich Soziale Union).

Abtei Münchsteinach im Steigerwald, Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, hier ist Günter Strack beigesetzt (STRACK, Guenther, deutscher Schauspieler, Prominente Persönlichkeit).

Die Kappel bei Waldsassen ist das Wahrzeichen des Stiftslandes, Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Oberpfalz.

Der Mittelpunkt Mitteleuropas, Hiltweinsreuth, Oberpfalz, bei Floß, Landkreis Neustadt an der Waldnaab - Wer hat ihn denn nun rechtmäßig, den Mittelpunkt Europas? Den Anspruch, geografischer Mittelpunkt Europas zu sein, machen sich zwei Dörfer in der Oberpfalz streitig, die kaum 20 Kilometer auseinanderliegen, Neualbenreuth und Hiltweinsreuth (Foto), beide nahe der tschechischen Grenze gelegen. Damit es nicht gar zu sehr eine Provinzposse sei, hat man sich vor Jahren geeinigt: Neualbenreuth nennt den Mittelpunkt Europas sein eigen und Hiltweinsreuth den von Mitteleuropa. Nach der EU-Osterweiterung haben beide Konkurrenz bekommen. Und die liegt hunderte von Kilometern weiter im Westen: Denn der Mittelpunkt der EU (im geografischen Sinne jedenfalls) ist das Örtchen Kleinmaischeid im Westerwald.

Hinweistafel zum Mittelpunkt Europas, Neualbenreuth, Oberpfälzer Wald, Bayern; Neualbenreuth ist Kurbad (Standort des Sybillenbades).

Mehr zum Stichwort Herbst auf diesem Blog und bei Wordpress.

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