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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Hochzeits-Linsen

Kennen Sie Hochzeits-Linsen? Ja, das sind Süßigkeiten für die Hochzeits-Gäste. Für den Fotografen sind Hochzeits-Linsen natürlich ganz was anderes.

Meine Hochzeits-Linsen bestehen aus einem Zoom, dem Sigma 2,8/17-35 mm, und einer Festbrennweite, dem Nikkor 1,4/85 mm.

Damit setzt man nicht nur das Brautpaar und seine Trauzeugen gut ins Bild.

Auch den Hochzeits-Empfang und das Hochzeits-Essen, die Tischreden von Brautvater und Schwiegervater hat man damit gut im Bild.

Und die kleinen Features am Rande. Die aber das Hochzeits-Album spannend machen. Unsere Stärke ist der Reportage-Stil. Life & alive.

Und auch Ihr Hochzeits-Video wird spannend sein. Vertrauen Sie uns Ihren schönsten Tag an. Sie werden es nicht bereuen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Kontaktdaten siehe Impressum.



Empfehlungen:

Wir haben kein Problem damit, Ihnen auch kreative Kollegen zu empfehlen, von deren Arbeiten wir überzeugt sind.

So zum Beispiel die Wedding Sniper.

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Ganz nebenbei bemerkt war die schönste Hochzeit natürlich unsere eigene. 29. August 2003, Standesamt Schortens im Landkreis Friesland, Niedersachsen. Foto unten: Paul Lipinski.

Und selbstverständlich auch die Goldene Hochzeit meiner Eltern im Jahr 2001.

Montag, 13. Dezember 2010

Winterlicher Fahrspaß mit Roadstern, Targas und Cabrios

Roadster im Sommer, das ist "normal". Und im Winter melden manche Roadster-Fahrer ihre Fahrzeuge ab, bewegen sie wirklich nur im Sommer mit Saison-Kennzeichen. Aber der wirkliche Roadster-Fan fährt sein Auto das ganze Jahr über. Auch im Winter. Und manchmal auch offen!

Ein sonniger Wintertag am Gerlos-Pass in Tirol. Schneeketten aufgezogen und das Targa-Dach abgenommen. Das ist kein Problem trotz Minus-Graden. Warm angezogen und die Heizung aufgedreht, so geht das winterliche Open-Air-Fahrvergnügen.

Winterliche Auto-Fotos

Autohäuser veranstalten heutzutage gerne Events. Am Sonntagmorgen, mit Prosecco und kulinarischen Genüssen. Auto und Lifestyle. Da werden dann nicht nur Bistro-Tische aufgestellt und dekoriert, das Buffet angerichtet und die passende Musik (am besten live) gespielt, sondern das Ambiente auch gerne mit Kunst oder Fotografie aufgepeppt.

Und solche "eigenwilligen" Bilder wie die vom winterlichen Fahrspaß im offenen Sportwagen sind da gerne gesehen. In großen Formaten. Wer weiß, vielleicht machen die ja Kauflust.

Für solche Raum-Dekos und Groß-Vergrößerungen greife ich gerne zu Film. Zu Negativ-Film.

Der Farb-Negativ-Film hat eine wesentlich detailreichere Zeichnung in Lichtern und Schatten. Bedingt durch die flachere Gradation im Vergleich mit einem Umkehrfilm. Das ergibt auch in 60x90 cm oder größer sehr schön durchzeichnete Prints.

Und auch für die Digitalisierung vom Negativ, für die Verwendung im Druck, verfügt der Film über einen großen Detailreichtum. Und - das ist jetzt persönliche Geschmackssache - auch als Datei über den typischen "Film-Touch".

Kontaktbörse Autohaus?

Wer ein Faible für Autos hat, das über das "Nutz-Fahrzeug" hinausgeht, für wen das Auto auch "Bauchsache" ist, wer gar ein besonderes Schätzchen sein eigen nennt oder es erwerben will, der könnte auch ein Interesse haben, sein Goldstück mal schön in Szene setzen zu lassen. So wie auf den "Deko-Bildern".

Ist es ohnehin obligatorisch, seine Visitenkarten zur Hand zu haben, so erst recht an einem solchen Sonntagvormittag beim Small-Talk zwischen Lack und Chrom.

Nicht selten, daß man an einem solchen Morgen nützliche Kontakte knüpfen kann. Denn wer zum Prosecco und zum Buffet geladen wird, wer weiß, vielleicht hat der bald als Brautvater eine Hochzeit auszurichten und ist deshalb grade auf der Suche nach einem schicken Cabrio als Hochzeitsgeschenk.

Schön, wenn der Veranstalter es auch gestattet, den eigenen Flyer auszulegen.

Der nächste Sommer kommt bestimmt

Drum den Freunden der offenen Autos noch ein paar visuelle Appetithäppchen, die uns den Winter überstehen lassen. Die zwar nicht cabriolose Zeit. Aber so richtig aufleben, das tun wir doch, wenn's wieder raus geht, der Sonne entgegen.

Und das Feeling von "der Sonne entgegen", das vermittelt auch der folgende Clip von einem Triumph Spitfire.



Und wenn wir schon grade so schön bei den britischen Klassikern sind, hier noch ein paar vielleicht interessante Adressen für die Freunde der Fahrzeuge aus dem Mutterland der Roadster, nicht nur für "Schrauber":

- Triumphcars.com
- 1. Spitfire-Club Deutschlands
- Triumph-Spitfire.eu
- Triumph TR7

Mittwoch, 11. März 2009

Silberhochzeit in Ostfriesland


Ostfriesische Hochzeitsbräuche: zur Silberhochzeit werden Haus- und Garteneingang geschmückt, mit einem sogenannten Brautbogen (aus Tannenzweigen, Papier-Rosen, Girlanden usw.). Dabei wird üppig Schnaps getrunken (Krüden, Genever, Aufgesetzter).

Keywords: Ehejubiläum, Silberhochzeit, heiraten, Trauung, Braut, Bräutigam, Frau, Mann, Ehefrau, Ehemann, Hochzeit, Jubiläum, Ehe, Ehepaar, Ehepaare

copyright © by Franz Roth

Donnerstag, 28. Januar 2010

Hochzeitsfotografie der anderen Art - "Trash the Dress"

Hochzeitsfotos hat ja jeder schon mal gemacht. Meine Wenigkeit z.B. im engeren Familienkreis, weil man gerne Fotos im "Reportage-Stil" haben wollte und nur die "offiziellen" Fotos beim Meister im Studio machen ließ.

Aber nachdem die Zwangsjacke der (nun reformierten) Handwerksordnung es nicht mehr den Handwerksmeistern vorbehält ist das ja durchaus ein Betätigungsfeld für alle Fotografen. Man darf ja jetzt nicht mehr nur in der eigenen Familie oder im Freundeskreis knipsen.

Gestern abend in Frau TV im WDR habe ich zum ersten Mal etwas von "Trash the Dress" gehört.

Und hier ist der, der's über den "großen Teich" geholt hat.

Kein Trash: Unsere Hochzeit

Samstag, 14. März 2009

Alter hat Zukunft

Das Bild zeigt meine - leider verstorbenen - Eltern in ihrem Haus in der Südwestpfalz. Vertraut und verliebt wie in jungen Jahren - und das nach über 50 Jahren Ehe (ihre Goldene Hochzeit feierten sie im Jahr 2001). Unten das Originalfoto meines Bilderdienstes.


Senioren-Paar, vertraut, verliebt, "Alte Liebe rostet nicht",
gemeinsam alt geworden, rüstig - DER HINTERGRUNDTEXT NACHSTEHEND:

Wie alt ist ein 75-Jähriger? Kommt drauf an. Die Senioren von heute sind kein grauer Block mehr, eher ein bunter Haufen. Bald wird jeder dritte Deutsche zu ihnen zählen. Der größte Teil der älteren Bevölkerung verbringt die ersten 15 bis 20 Jahre im Anschluss an das Berufsleben unabhängig von Hilfe und Pflege. "Alter heißt nicht zwangsläufig, gebrechlich und hilfsbedürftig zu sein", lautet eine Erkenntnis der Autoren, die den dritten Altersbericht im Auftrag der Bundesregierung verfasst haben. Vielmehr unterschieden sich ältere Menschen stark in ihrer körperlichen und seelisch-geistigen Leistungsfähigkeit, in ihren Interessen und in der Gestaltung ihres Alltags. Der in den letzten Jahrzehnten beobachtete Anstieg in der Lebenserwartung ist vor allem mit einem Gewinn an "aktiven Jahren" verbunden, also einer Verlängerung jener Lebensphase, in der Menschen zu einer selbständigen und selbstverantwortlichen Lebensführung fähig sind. Angesichts einer im Durchschnitt besseren Gesundheit, und eines im Durchschnitt auch besseren Bildungsniveaus sowie einer höherer Vertrautheit mit Bildungsangeboten und Lernsituationen, kann davon ausgegangen werden, dass sich zukünftig ältere Menschen länger einen aktiven Beitrag zum Wohle der Gesellschaft leisten werden.

KEYWORDS:
Senioren/ Rentner/ Pensionär/ Pensionaer/ Senior/ Alter/ Rente/ Pension/ Altersgrenze/ Lebensarbeitszeit/ alt/ älter/ aelter/ Menschen/ alte Menschen/ alter Mensch/ Ruhestand/ Unruhestand/ Altersteilzeit/ Altersrente/ vertraut/ verliebt/ gealtert/ gemeinsam/ zusammen/ rüstig/ ruestig

Mittwoch, 4. Februar 2009

Die Zahl der Eheschließungen nimmt in Deutschland wieder zu


In der Bundesrepublik Deutschland zeigt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (destatis.de) die Zahl der Eheschließungen wieder eine steigende Tendenz.


Im ersten Halbjahr 2008 heirateten 140 600 Paare. Das sind 1,5% mehr als im Vorjahr.


In diesem Zusammenhang die historische Zahl:
Die meisten Eheschließungen gab es in der (alten) Bundesrepublik im Jahr 1961. 699.339 Paare gaben sich damals das Ja-Wort.


Zum Thema "Liebe, Ehe, Partnerschaft, Beziehung der Geschlechter" finden Sie in unseren Datenbanken umfangreiches Bildmaterial.


En passant:
Außer im Familienkreis bzw. für sehr gute Freunde oder bei einer Society-Hochzeit offiziell akreditiert machen wir keine Hochzeitsreportagen. Denn wir pfuschen den Fotografen-Meistern nicht ins Handwerk. Wer etwas gegen Microstock hat, der respektiert auch die Handwerksordnung.

Mittwoch, 4. März 2009

Die geheimnisvollen Steine der Bretagne

Eine Fortsetzung der Mystic Places ....

Gerade in der Bretagne gibt es besonders viele dieser sagenumwobenen Dolmen und Menhire.

Und viele haben eine Geschichte. Oder es rankt sich eine Sage um sie.

Folgend noch ein paar Beispiele und Geschichten, die vielleicht Appetit machen, auch einmal selbst auf "Steinerkundungstour" in Frankreichs Nordwesten zu gehen.


Menhir "Der Finger des Gargantua", bei Fort La Latte, Bretagne, Department Cote d'Armor: der Menhir und die ihn umgebenden Steine erweckt den Eindruck eines erigierten Penis und seiner Hoden, er wird daher sowohl als Fruchtbarkeitssymbol verehrt als auch (als Finger des Riesen Gargantua) gefürchtet. Fort La Latte war übrigens Drehort des legendären Hollywood-Films "Die Wikinger" mit Kirk Douglas und Tony Curtis unter der Regie von Richard Fleischer. INFOS (engl. u. franz.): http://www.cotesdarmor.com/. Ein Textfeature zu Fort La Latte findet sich hier. Mehr auch in unserem Themen-Flyer Bretagne (pdf).

Unten (Foto links von Hermann Lersch) das Menhirfeld von Erdeven im Morbihan.


Im Mittelalter wurde dem Menhir heilende und Fruchtbarkeit schenkende Wirkung zugesprochen, denn die "sprechenden" (phallusförmigen) Formen der Menhire suggerierten ein Heiligtum, das der Fruchtbarkeit geweiht war. Früher tanzten die Hochzeitspaare deshalb um einen Menhir, der als Fruchtbarkeitssymbol Kindersegen garantieren sollte. Dieser alte heidnische Brauch wurde in der katholischen Bretagne bis weit in die Neuzeit beibehalten. Und auch noch in den Sechziger Jahren ließ sich die Braut gerne an einem Menhir fotografieren. Vielleicht erhoffte sie sich auch viele Kinder durch die Berührung des magischen Steines. / / Frankreich, Bretagne, Braut, Hochzeit, Menhir. Das Foto wurde 1965 aufgenommen. / / France, Bretagne, mariée, mariage, noces, menhir. Autrefois, les mariés dansaient autor d'un menhir, symbol de la fertilité, pour assurer un grand nombre d'enfants. La photo date de 1965. / France,Brittany, bride, marriage, wedding, menhir, standing stone. In former times, bride and groom danced around a menhir, symbol of fertility, to assure many descendants. The photograph was taken in 1965.

Last but not least gibt es im Weiler Crucuno (auch im Morbihan) noch einen interessanten Dolmen (ein vorgeschichtliches Langgrab), an das direkt ein Bauernhof an gebaut worden ist.


Themendienst Reise: Mit dem Roadster unterwegs in der Bratagne - Der Dolmen von Crucuno, Department Morbihan, Frankreich, Bretagne / / Crucuno, Megalithstätte, vorzeitliche Grabstätte, Department Morbihan, Bretagne, Frankreich, Megalithkultur, Dolmen (Dolmen ist bretonisch und setzt sich aus den Worten dol für Tisch und men für Stein zusammen, bedeutet also wörtlich übersetzt: Steintisch). An den Dolmen von Crucuno ist direkt ein Bauernhof angebaut. Der Name des Departments Morbihan ist der einzige bretonische Name eines bretonischen Departments und bedeutet "kleines Meer" (mor = Meer, bihan = klein)

Freitag, 16. Dezember 2011

Historia (V) - Die Familie im Spiegel der Geschichte des 20. Jahrhunderts

Der junge Mann, dessen Rücken wir im Bild sehen ist 17 Jahre alt. Er ist Deutscher Jugendmeister in der 4x400 Meter Staffel und im Speerwurf. Ein austrainierter Leistungssportler. Und deswegen sehr heftig umworben bei der Musterung der Reserveoffiziersbewerber. Für ihn interessiert sich der General der Waffen-SS (links) und der Oberst der Gebirgsjäger (rechts). Ich bin froh, daß sich der junge Mann für die Offizierslaufbahn bei den Gebirgsjägern entschieden hat.

Bilder einer verführten und verratenen Generation

Der junge Mann ist mein Vater. Es ist das Jahr 1944 und es ist Krieg. Und Reserveoffiziere werden an der Front kämpfen. Sie haben vorzeitig das "Not-Abitur" gemacht (um die Laufbahn-Voraussetzungen zu erfüllen) und sie werden eine "Schnell-Bleiche" von 6 Wochen erfahren, zu Fähnrichen befördert werden und als Zugführer in den Einsatz gehen.

Mit seiner Entscheidung für die Gebirgsjäger ist meinem Vater zwar nicht der Kampfeinsatz erspart geblieben, aber wahrscheinlich der Einsatz in der Normandie. Denn sein Klassenkamerad rechts im Bild erlebte den D-Day und wurde schwer verwundet. Womit er sozusagen noch "Glück" hatte, denn er hat es überlebt.

Mein Vater geriet nach schweren Gefechten, bei denen er auch verwundet wurde, beim Linderhof, dem Traumschlößchen des Bayerischen Märchenkönigs Ludwig II., in amerikanische Gefangenschaft. Und hat in der Folge die Lager aller Westalliierten "durchgemacht", war auch französischer und bitischer POW (Prisoner of War). Denn die Zuständigkeiten wechselten immer mal. Er überlebte das Lager Bretzenheim bei Bad Kreuznach und flüchtete schließlich im Rheinland aus einem britischen Lager.

Denn er wollte nur noch eines: endlich wieder nachhause!

Eine Liebe in den Zeiten nach dem großen Krieg

Der Krieg war vorbei, aber die Not noch nicht zu Ende. Die Versorgung mit Lebensmitteln war in den Städten schlecht. So auch in Pirmasens. Sogenannte Hamsterfahrten führten die Städter aufs Land, um sich bei den Bauern mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Oft weit führten diese Fahrten. Und so kam mein Vater in den Hunsrück, wo er meine Mutter kennenlernte.

Aus dem attraktiven jungen Ex-Offizier und der hübschen Bauerntochter wurde schnell ein Paar.

Und aus dem jungen Liebespaar dann 1951 ein Ehepaar, dem es vor zehn Jahren vergönnt war, seine Goldene Hochzeit zu feiern.


Die literarische Verarbeitung einer verlorenen Jugend

Oskar (Oss) Kröher, wie auch sein Zwillingsbruder Heinrich (Hein, Heiner) Schulkamerad meines Vaters, schildert in seinem Buch "Ein Liederleben - Eine Jugend im Dritten Reich" eindringlich die Erlebnisse der Generation unserer Eltern. Mehr als lesenswert.


Zum zweiten Mal in einem Weltkrieg

Jahrgang 1894. Schon das Inferno des Ersten Weltkrieges hat dieser Jahrgang erlebt. Und mit Glück überlebt. Dem Unteroffizier Dreher rettete bei Verdun der neue Stahlhelm das Leben, der die lederne preußische Pickelhaube mit feldgrauem Überzug gerade abgelöst hatte.

Und im doch schon etwas fortgeschrittenen Alter holte man ihn für den Frankreich-Feldzug erneut zu den Waffen. Und es sollte dabei auch keine Rolle spielen, daß dann bei Stalingrad der älteste seiner Söhne auf dem Weg zum Verbandsplatz vermißt wurde und sein Schicksal bis heute ungeklärt ist. Ein rücksichtloses, menschenverachtendes und verbrecherisches Regime stellte sie alle in seinen Dienst. Ob jung ob alt. Bis zum Untergang.

Bleibende Traumata

Mein Vater hat über seine Erlebnisse im Krieg nie viel gesprochen. Nur in Andeutungen. Auch über Bretzenheim nur, daß Mitgefangene zuhauf am Hunger und an Cholera verstarben. Dieser Generation hat auch noch niemand bei der Verarbeitung ihrer Kriegs-Traumata geholfen. Es hat ihn wenig begeistert, daß sein Sohn 1973 nach dem Abitur und der Einberufung zum Wehrdienst dann ausgerechnet Offizier der Bundeswehr werden wollte (er selbst hatte 1955 bei der Wiederaufstellung deutscher Streitkräfte das Angebot der Einstellung im Dienstgrad Hauptmann ausgeschlagen).

Und heute?

Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg sind wieder deutsche Soldaten im Einsatz, erbringen einen hohen Blutzoll und kehren traumatisiert aus dem Einsatz zurück.

Sie, ihre Angehörigen und ihre Hinterbliebenen erfahren kaum mehr Beachtung und Zuwendung als die Generation unserer Väter und Großväter. Dieser Krieg heute ist weit weg.

Und deshalb mein Appell, gerade jetzt, kurz vor Weihnachten, diejenigen in unsere Wünsche und Gebete einzuschließen, die das höchste Fest der Christenheit im gefährlichen Dienst am Hindukusch verbringen müssen (ja, Weihnachten ist nämlich entgegen der unsäglichen Werbe-Kampagne eines Elektronik-Großmarktes keine Veranstaltung, bei der der "Sieg" durch die Anzahl der Geschenke unterm Christbaum entschieden wird!).

Dienstag, 14. Dezember 2010

Wenn der Pfarrer spricht, sollte man keinen Spiegelschlag hören.

In diesem Augenblick "Ratsch, ratsch, ratsch"? Danke nein! Wenn die Braut dem Bräutigam den Ring an den Finger steckt, dann sollte das Brautpaar die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und nicht der Fotograf. Denn eine Hochzeit ist keine Pressekonferenz. Und selbst bei denen ist das Dauerfeuer der Kamera-Verschlüsse lästig und nervtötend. Vor lauter "ratsch, ratsch, ratsch" im vielstimmigen Chor von dpa, dapd, Reuters, AFP und Konsorten höre ich gar nicht mehr, was der Mensch da in die Mikrofone spricht.

Um wieviel lästiger ist das dann gar bei einer Hochzeitsfeier.

Doch Abhilfe ist möglich!

"Continuous Silent" heißt das Zauberwort, das den SLR-Fotografen wieder in der Kirche willkommen macht. Auch ohne eine Meßsucher-Leica.

Ich habe diese nützliche Einstellung nicht an meiner D-SLR, aber an meiner alten Nikon F4-E. Der Spiegelschlag wird gedämpft, der Film in mehreren Schritten nahezu lautlos transportiert. Ein Grund also, bei Hochzeiten in der Kirche auf Film aufzunehmen. So bleibe ich unauffällig und diskret. Benötige ich eine Datei, dann wird vom Negativ gescannt.

Draußen vor der Kirche, bei den Honneurs, da spielt die Diskretion keine Rolle mehr. Da darf es gerne ratschen. Also kommt hier die D-SLR zum Einsatz.

Und auch bei der Hochzeits-Party fragt kein Mensch mehr danach, ob der Kamera-Verschluß ratscht und ob das Blitzlicht zuckt. Das ist halt Party und da gehört das dazu.

Und wenn die Braut den Brautstrauß wirft, dann darf es auch ratschen und blitzen. Das ist dann ebenfalls die Zeit der D-SLR.

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