Sonntag, 24. Januar 2010

Das freut einen doch sehr ...

... wenn ein Kollege einem schreibt: "Sehr informative Sammlung mit Praxisbezug, vielen Dank!"

So wie Patrick G. Stößer in einem Kommentar auf meiner Seite "Fotografie - Notizen aus dem Reporteralltag".

Besucht die Seite des Kollegen aus Heidelberg. Mir gefällt sie. Und Patrick betreibt dort auch ein Blog mit interessanten Artikeln rund um die Fotografie.

Und aus meinem "Beritt" lege ich Ihnen / Euch noch "Fotografie - Technik und Geschichte" ans Herz.

Da geht's zwar primär um Historisches, aber nicht nur.

Apropos historisch ...

Im Eingangsbild sieht man mich "alten Sack" mit einer meiner Lieblingslinsen, dem Nikkor 1,4/85 mm an der D2H, aufgenommen im September letzten Jahres. Unten die gleiche Optik an der Nikon F2, 12 Jahre früher, im Jahr 1996.

Und den Coreman-Westen bin ich auch treu geblieben. Die alte habe ich übrigens auch immer noch. Diese praktischen Teile mit ihren vielen Taschen möchte ich nicht missen.

© www.franz-roth-pics.de

American Football - Taekwondo - Kampfsport und mehr

American Football gehört mit Gewißheit zu den härtesten Sportarten die es gibt. Und wenn du diese Kampfsportart fotografierst, dann mußt du auch ganz schön hart sein. Ja, wieso denn das? Nun ja, wenn du mit dem 300-er am Spielfeldrand stehst, dann setzt du dich verdammt dem Risiko aus, daß du bei irgendeiner schnellen Aktion mal so eben über den Haufen gerannt wirst. Wenn du nicht höllisch aufpaßt. Die Jungs sind verdammt schnell unterwegs und wer da dumm im Weg rumsteht ...

Gottseidank beharken sich jugendliche Taekwondo-Kämpfer nur gegenseitig. Und als Fotograf bist du ohnehin im Regelfall bei dieser Hallensportart auf die Zuschauertribüne verbannt. Dafür hast du hier das Problem mit dem Licht. Das ist meist nicht sehr reichlich. Und weil auch hier die Athleten verdammt fix sind bist du im üblichen Spagat zwischen Empfindlichkeit und Qualität. Mein Tipp: Öfter mal das 300-er aus der Hand legen und mit dem 1,4/85 mm arbeiten. Übersichten können auch schön sein. Und der Schiedsrichter freut sich, wenn er auch mal im Bild ist.

Ob mir das jetzt einer glaubt oder nicht: beim Motorsport geht es vergleichsweise geruhsam zu. Für den Fotografen.

Wenn du deine Akreditierung einschließlich Boxengasse hast, dann mußt du nur aufpassen, daß du nicht über den Haufen gefahren wirst, wenn einer zur Stop-and-Go-Strafe einfährt. Weil: der hat Dampf drauf! Und der Fahrer auch. Weil's ihm stinkt.

Unten im Bild Hendrik Vieth aus Filsum in Ostfriesland. Als er noch im BMW-ADAC Formel Junior Cup gefahren ist.

Beim Norisringrennen in Nürnberg war ich sozusagen immer der "Hoffotograf" des jungen Mannes gewesen (wir waren mit seinen Eltern befreundet).

Bodybuilding, durchaus spannend ...

Weiß wer, was die Latissimus-Pose ist? Oder die Stellung "Brust und Beine"? Na also, hab' ich mir gedacht. Aber der Sportfotograf muß das wissen. Damit er auch an der richtigen Stelle steht. Technisch bist du hier auf der sicheren Seite: das lichtstarke 85-er reicht völlig aus.

Behindertensport

Selbst mal Fechter gewesen ist das Rollstuhlfechten meine absolute Domäne. Ich glaube, die beherrscht kaum einer so wie ich. Fechten ist so was von verdammt schnell, daß du ohne fundierte Kenntnis der Sportart keine Chance hast zu guten Bildern zu kommen. Und, glaubt's mir, die Rollstuhlfechter sind deutlich schneller als die auf der Fechtbahn tänzelnden "Fußgänger".


Ähnliche Artikel / Links:

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- Outdoor-Photography hat viele Facetten
- Schmetterlinge mit Offenblende erwischen
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Samstag, 23. Januar 2010

Stichwort "Stories" - Reisereportagen (Bild + Text) - auch hier "läuft" das Besondere



Ralf Gosch hat auf seinem Blog im Zusammenhang mit Ausrüstungsfragen eines seiner Schottland-Bilder gezeigt.

Und da ist mir doch gleich noch ein siedend heißer Tipp für die Reise-Fotografen wieder in den Sinn gekommen. Genau genommen eben nicht für Fotografen, sondern für Reisende.

Für Reisende, die nicht nur fotografieren, sondern auch packend schreiben können. Denn Travel Photography alleine gibt's im zig-tausendfachen Überangebot.

Die komplette Geschichte macht das Rennen

Ralf hatte mir mal Fotos über die schottischen Highland-Games angeboten.

"Da gehört doch eine Geschichte dazu", dachte ich mir und habe Ralf angerufen und ihn gebeten, da was dazu zu schreiben. Ein nettes kleines Feature über das Ereignis, das das Lokalkolorit rüberbringt und auch gleich in einem Info-Block die touristischen Informationen beinhaltet (wo? wann? Kontakt-Adresse usw.).

Ich dachte dabei an die Wochenendausgaben der Zeitungen, die so was gerne bringen.

"Zielvorgabe" daher: ungefähr 120 Zeilen maximal. Oder eben eine Seite Manuskript DIN A4.

Aus der Geschichte wurde dann eine halbe Druckseite in der "Rheinpfalz" (s.u.) mit einem Foto über drei Spalten.

Unten noch das Foto, wie es bei mir im Vertrieb ist. Nicht "perfekt" (die Füße "abgeschnitten", der Hintergrund "unruhig"), aber originell und das Ereignis voll treffend.


Headline: Hammerwerfen bei schottischen Highlandgames

Keywords: Großbritanien Schottland Schottenrock Kilt Geiz geizig Highland Hochland Highlandgames Hochlandspiele Karo kariert Dudelsack Bagpipe traditionell Hammerwerfen Kugelstoßen Weight over the bar weight bar Kraft Kraftsport kräftig Muskel muskulös männlich Testosteron Kampf Schwung schwungvoll

Weitere Reportagen (beispielhaft) in unserem Angebot (auch von freien Mitarbeitern und Kollegen):

- Hommage an meine Eltern
- Antarktis-Expedition
- Bridge-Climbing in Sidney
- Trachtenwallfahrt

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Ähnlicher Artikel:

Professionell schreiben, illustrieren und vermarkten

Wege aus der Krise - mein Konzept für das Jahr 2010


Der Lack blättert. So wie mich mein alter Freund und Kollege Hans Constroffer vor Jahren (mit meiner Hasselblad) abgelichtet hat, so könnte die Zukunft des Fotografen durchaus aussehen ...

Konzentration aufs Wesentliche als Erfolgsrezept

In meinem Artikel über Videos auf Mecom-Multimedia hatte ich gesagt, daß ich mich im Fotosektor nur noch auf die Top-Schüsse konzentrieren wolle. Darunter verstehe ich z.B. sowas wie die im Flug erwischte Bachstelze in diesem Artikel. Outdoor-Fotografie mit Action gibt es zwar auch schon bei den Billiganbietern, aber wer da top ist (und ich halte mich ganz unbescheiden für top), der macht auch in Zukunft seinen Schnitt.

Der Bestand an historischen Fotos wird sicher auch weiter ausgebaut werden. Ich habe da noch Stapel von alten Fotos vom Opa, die der Digitalisierung harren. Nicht nur von Pirmasens. Auch vom Opa mütterlicherseits, Bauer und Bullenzüchter aus dem Hunsrück, gibt's noch vieles, was ich mal - auf Film - reproduziert hatte. Stehen eben doch wieder einige Nachtschichten am Film- und Flachbett-Scanner an.

Professionell schreiben, illustrieren und vermarkten, das ist mein Konzept. Und eigentlich weiß ich es ja schon lange, daß nur dieses umfassende Konzept, das komplette breite Spektrum, zukunftssicher ist.

Und dem Thema Workshops werde ich meine Aufmerksamkeit widmen. Das Knowhow, das Wissen, wie's geht, das gehört zu unserem Kapital. Das ist das, was wir uns in all den Jahrzehnten unserer Arbeit angeeignet und perfektioniert haben. Und das können wir in bare Münze ummünzen und unser Wissen weitergeben. Warum nicht auch an Amateure?

Und noch eines ist wichtig: Internationaler werden!

Mit einem breiten Angebot. Wozu auch der Verkauf von Artwork gehört. Immerhin ist die Fotografie andernorts (z.B. in Frankreich, Großbritannien oder den USA) anders als in Deutschland auch eine Kunstgattung. Zu sehr werden noch immer bei uns hierzulande Fotografen zu "Handwerkern" reduziert und nicht als kreative visuelle Ausdrucksform. Und auch so wird ein Foto zur "nur" Handelsware. Von der man glaubt, die könne beliebig jeder herstellen. Zu beliebig niedrigen Schleuderpreisen. Doch dem ist beileibe nicht so. Ich werde mich künftig eben nicht mehr auf den "Fotoproduzenten" reduzieren lassen, sondern nicht nur das Bild liefern sondern eine Idee. Emotionen. Visuelle Umsetzungen.

Und insofern verspreche ich mir auch einiges von meinen neuen potentiellen Abnehmern in Osteuropa.


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