Donnerstag, 3. September 2009

500 Jahre "Männleinlaufen" an der Nürnberger Frauenkirche

Foto: Franz Roth

Das "Männleinlaufen" der Kurfürsten um den Kaiser an der Frauenkirche am Nürnberger Hauptmarkt ist 500 Jahre alt.

Das Männleinlaufen wurde 1356 von Kaiser Karl zur Erinnerung an die Goldene Bulle gestiftet. Über dem Hauptportal sollten die Kurfürsten und der Kaiser in einem kunstvollen Uhrwerk dargestellt werden. In den Jahren 1506-1509 fertigten der Schlossermeister Jörg Heuss und Sebastian Lindenast der Ältere die Uhr an. Das Werk wurde von Heuss konstruiert und gebaut, während Lindenast die kupfergetriebenen Figuren dazu lieferte. Während des 2. Weltkriegs wurde das Uhrwerk im Nürnberger Kunstbunker aufbewahrt.

Ablauf: Mittags um zwölf Uhr öffnet sich an der Uhr ein Tor. Es erscheint ein Herold und eröffnet das Spiel mit dem Geläut eines Glöckchens, dazu öffnet und schließt er seinen Mund. Wenig später folgt in einem anderen Fenster der Ordner und gibt mit seinem Stab den Takt vor. Es folgen zwei Posaunenbläser, ein Flötenpfeifer und ein Trommelschläger die lautlos spielen, daraufhin kommen die sieben Kurfürsten mit den Reichskleinodien, verneigen sich und umrunden dreimal den Kaiser, der mit seinem Zepter grüßt. Im schmiedeeisernen Türmchen schlagen zwei in türkische Tracht gekleidete Männer mit einem Hammer abwechselnd auf eine Glocke. Nachdem die Glocke die Stunden geschlagen hat, verschwindet der ganze Zug wieder im Innern der Uhr.

Ursprünglich nahmen die Kurfürsten vor dem Kaiser ihre Hermelinmützen ab. Im Laufe der Jahrhunderte zerstörte aber der Rost die Uhr und die Figuren zerbrachen. Die hölzernen Ersatzfiguren sind viel steifer und können ihre Mützen nicht mehr abnehmen. Über dem Zifferblatt zeigt eine blau-goldene Mondkugel die Mondphasen an.

Quelle: Wikipedia



Ein interessanter Film der Online-Redaktion der Nürnberger Nachrichten (NN) über das Glockenspiel:



Übrigens:

Von der Empore der Frauenkirche eröffnet Jahr für Jahr das Nürnberger Christkind den weltberühmten Christkindlesmarkt.

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