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Freitag, 12. November 2010

A Tribute to First Lieutenant Robert N. Bennedsen

Über die Website von Rudolf Weber aus Auerbach und einem Artikel dort über das in Vilseck in der Oberpfalz stationierte 2nd Stryker Cavalry Regiment wurde ich auf einen besonders tragischen Soldatentod im Einsatz in Afghanistan aufmerksam.

Oberleutnant Robert N. Bennedsen fiel am 18. Juli 2010 im Gefecht, 14 Tage nachdem das Stryker Regiment in Afghanistan in Zabul das Kommando übernommen hatte. Und er fiel in einem Einsatz, in dem er verwundeten Kameraden zu Hilfe kommen wollte, nachdem ein Sanitätsfahrzeug mit Verwundeten unter Feuer geraten war. Ein gleichermaßen heimtückischer Vorfall wie der, dem auch der Sanitäts-Oberfeldwebel Florian Pauli am 7. Oktober zum Opfer gefallen ist.

Ein Bericht auf der Website seiner Einheit.

Ähnliches:

- Im Gedenken
- Stichwort Afghanistan
- Süddeutsche Zeitung: Zum Thema PTBS

Links (Bundeswehr):

- Die Bundeswehr
- Die Marine
- Die Luftwaffe
- Das Heer
- Radio Andernach
- Die Bundeswehr auf YouTube
- Die Bundeswehr auf Flickr
- Die Bundeswehr auf Twitter

Donnerstag, 6. Mai 2010

Solidarität mit den Soldaten der Bundeswehr und Solidarität mit der "Armee im Einsatz"

Nicht erst durch Anne Will bin ich auf Oberstleutnant a.D. Andreas Timmermann-Levanas aufmerksam geworden. Zuletzt Presseoffizier der ISAF in Afghanistan und nach schwerer Verwundung infolge posttraumatischen Belastungssyndroms (PTBS) aus dem aktiven militärischen Dienst ausgeschieden.

Bereits vorher, in einer Reihe von Sendungen und Interviews (speziell bei Phoenix) wurde ich mit ihm bekannt und seinem Einsatz für die Linderung der Folgen von Kriegsschäden bei den Soldaten der Bundeswehr.

Ich habe Herrn Oberstleutnant Timmermann-Levanas nach seinem Gastauftritt in der Sendung von Anne Will meinen Respekt und meine Anerkennung zu seinen Aussagen ausgesprochen (speziell auch zu der, er glaube, es gehe hier eher um Wahlkampf, denn um Anerkennung für die Soldaten, gerichtet an Roger Willemsen und Gregor Gysi). Waren diese doch geeignet, der deutschen Öffentlichkeit und auch der medialen Öffentlichkeit bewußt werden zu lassen, welche großen Leistungen unsere Soldaten der Bundeswehr, der "Armee im Einsatz", Tag für Tag an den verschiedensten Orten der Welt erbringen.

Nicht nur in Afghanistan, sondern auch immer noch im Kosovo oder am Horn von Afrika bei der Sicherung der Seewege gegen Piraten.

OTL a.D. Timmermann-Levanas hat mir nun geschrieben und ich möchte seinen Brief (sein Einverständnis voraussetzend) an dieser Stelle veröffentlichen.

Denn im Speziellen der Aspekt der finanziellen Unterstützung der von ihm ins Leben gerufenen Organisation Deutsche Kriegsopferfürsorge ist ein Beitrag, den auch die Angehörigen der Zivilgesellschaft zu leisten imstande sein müssten und zu leisten bereit sein sollten.

Sehr geehrter Herr Roth,

haben Sie besten Dank für Ihren Eintrag und Ihr Lob in unser Gästebuch unter www.dkof.de, auf den ich aus Zeitgründen erst jetzt reagieren kann.

Ich teile Ihre Meinung, auch wenn es nun mal dazu gehört, die Äußerungen anderer akzeptieren zu müssen. Das gehört zu unseren Regeln.

Wir machen trotzdem und vielleicht gerade deshalb weiter, es geht uns um die Sache und die Betroffenen - eine große Aufgabe.

Schauen Sie gerne wieder bei uns auf der homepage vorbei, es gibt immer wieder neues zu entdecken.

Falls Sie etwas mehr tun wollen, dann sprechen Sie in Ihrem Bekannten-Kreis darüber. Weisen Sie bitte daraufhin, dass wir ehrenamtlich und ohne Stundenlohn für diese Sache arbeiten, dies alles aber trotzdem viel Geld kostet. Vielen Betroffenen geht es gerade finanziell sehr schlecht. Falls Sie jemanden finden, der diese Arbeit finanziell unterstützen möchte: Auf unserer Seite www.dkof.de ist unten rechts ein Spendenkonto zu finden - wir würden uns über jeden einzelnen Euro freuen.

Bleiben Sie der gemeinsamen Sache treu verbunden!
Mit den besten Grüßen
Andreas Timmermann-Levanas
Oberstleutnant a.D.


Die Seite der Deutschen Kriegsopferfürsorge (DKOF). Wem immer es möglich ist, der sollte in der Tat auch einen finanziellen Beitrag leisten, um die Opfer der Einsätze zu unterstützen.

Es ist in der Tat so, daß eine Vielzahl von ihnen sich in großen finanziellen Nöten befindet. Denn die Wege des deutschen Versorgungsrechts sind des öfteren verschlungen und undurchschaubar. Die Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung (WDB) kann sich oft genug Jahre dahinziehen und ist ebenso oft genug nur gerichtlich zu erstreiten.

Und auch nach der Anerkennung als Wehrdienstopfer sind es keineswegs üppige Beträge, die den Opfern und ihren Angehörigen dann zufließen. Solidarität und Gemeinsinn zeigt sich also auch in der finanziellen Unterstützung.

Auf der Website Solidarität mit Soldaten können Sie, könnt Ihr, Ihre, Eure Verbundenheit mit unseren Soldatinnen und Soldaten im Einsatz bekunden.

Und auch eine Form der Solidaritätsbekundung und etwas, dem Respekt abzuverlangen ist, das ist die Arbeit beorderter und nicht beorderter Reservisten der Bundeswehr. Das Einbringen auch zivilberuflicher Fertigkeiten und Qualifikationen in den Dienst der Streitkräfte. Sei es der Arzt, der als Sanitätsoffizier der Reserve die Lücke schließt, die ein aktiver San-Offizier wegen eines Auslandseinsatzes im Inland hinterläßt. Sei es ein Personalsachbearbeiter, der sein Wissen und sein Können in die militärische Personalplanung einbringt. Oder sei es der Kommunikationsfachmann, der sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Für unser aller Sicherheit. Für die Sicherheit in Frieden einer freien Gesellschaft.

Ähnliche Artikel:

- Im Gedenken ...
- Der Rückhalt unserer Soldaten ...
- Afghanistan
- Reservisten im Sanitätsdienst ...


Aktualisiert (10.05.2010):

Einige weitere Links zu der schlimmen Thematik des Posttraumatischen Belastungssyndroms:

- Soldatenstress.info
- Angriff auf die Seele - PTBS

Sehr geehrte liebe Leser,

mein eindringlicher Appell, befassen Sie sich bitte mit den Problemen unserer Soldatinnen und Soldaten.

Tragen Sie es in Ihren Freundes- und Bekanntenkreis.

Sensibilisieren auch Sie die Öffentlichkeit und die öffentliche Wahrnehmung.

Es ist nicht damit getan, vollmundig "Bundeswehr raus aus Afghanistan!" zu fordern. Diese Frauen und Männer, die dort und anderswo im Einsatz sind, für uns alle im Einsatz sind, dürfen nicht das Gefühl haben, im Stich gelassen zu werden.

Weder von Angehörigen, von Freunden, von der Öffentlichkeit und auch nicht von ihrem Dienstherrn oder von der Versorgungsverwaltung und den Sozialbehörden.

Diesen Männern und Frauen sind auch die "kernigen" und nur angeblich soldatischen Kameradschaftsbekundungen wenig hilfreich. Was nottut, das ist echte und praktische Hilfe. Aus Überzeugung und aufrichtiger Anteilnahme.

Montag, 19. April 2010

Der Rückhalt unserer Soldaten in der Öffentlichkeit und in den Medien - Nachlese zu Anne Will am 18. April 2010

Hat gestern abend wer den unsäglichen Roger Willemsen und den unsäglichen Gregor Gysi bei Anne Will gesehen? Mit welcher Frechheit diese beiden glorreichen Verfechter des sofortigen Abzugs der Bundeswehr jedem lautstark ins Wort fielen? Alle Regeln einer Diskussion zutiefst verletzend. Stimmgewalt und Penetranz gegen jedes Argument.

Ihre "Argumente" hingegen von mir als Backpfeife für jeden Soldaten im Einsatz empfunden. Zugegeben, mein persönliches Empfinden. Aber der Frage, ob sie stolz auf die Soldaten seien und Respekt vor deren Leistung haben, sind beide nur ausgewichen. Und wer ausweicht, sich dazu nicht äußert, das sagt mir mein gesunder Menschenverstand, der bekundet gleichwohl auch damit seine Auffassung.

Mag man nun zur FDP stehen wie man will, Dirk Niebel, Offizier der Reserve der Calwer Fallschirmjäger, hat sich nach meiner Meinung ziemlich gut geschlagen. Er und auch Michael Wolffsohn haben auch nackdrücklich auf den geostrategischen Aspekt der Destabilisierung der Region verwiesen, das Risiko, daß Pakistan "fällt" und seine Atomwaffen in die falschen Hände geraten könnten. Das ist ein Aspekt, der der pazifistischen deutschen Öffentlichkeit und den im Regelfall ebenso pazifistischen deutschen Medien vielleicht endlich mal bewußt werden sollte.

Sachlich und hochprofessionell die Ausführungen von Michael Wolffsohn, Professor an der Münchner Universität der Bundeswehr, und Andreas Timmermann, als Oberstleutnant ehemals Pressesprecher der ISAF, in Afghanistan schwer verwundet und wegen PTBS aus dem militärischen Dienst ausgeschieden und Gründer der Deutschen Kriegsopferfürsorge.

Hervorragend das abschließende Statement von Oberstleutnant a.D. Andreas Timmermann-Levanas: Er habe in dieser Runde den Eindruck, als gehe es hier um Wahlkampf und weniger um die Unterstützung der Soldaten.

Die Medien bleiben desinteressiert

Der US-Oberbefehlshaber besucht heute Deutschland. Ursprünglich war auf Phoenix ein Bericht darüber vorgesehen. Es sollte auch der Film "Die Afghanistanlüge" nochmal gezeigt werden.

Und was passiert?

Nichts!

Aschewolke, Aschewolke, Luftraum, Flugverkehr - ohne Ende.

Und auch gestern (Trauerfeier in Kunduz) in Tagesschau und Heute nur kurze Meldungen (bei Heute war sogar die Beisetzung des polnischen Präsidenten in Krakau wichtiger, sprich: kam vorher). Aber neue "Brennpunkte" und "ZDF Spezial" zu der schlimmen Aschewolke, die unsere ach so armen Fluggesellschaften in schlimmste wirtschaftliche Nöte bringt. Nur gut, daß der Verkehrsminister Ramsauer von der CSU dem Lufthansa-Vertreter im Studio mal so richtig den Marsch gegeigt hat.

Weitere Infos:

Die Website der Deutschen Kriegsopferfürsorge: http://www.dkof.de/ und von Soldatengedenken.de empfehle ich der Aufmerksamkeit.

Zu der Sendung mit Anne Will siehe auch Artikel in Spiegel-Online.

Ähnliche Artikel:

- Afghanistan
- Wie andere Nationen ....
- Im Gedenken

Mittwoch, 14. April 2010

Afghanistan

Zwei Filme des ZDF, die ich für sehenswert halte.

1. Die Afghanistan-Lüge:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1013594/Die-Afghanistan-Lüge

2. Spaziergang durch ein friedliches Kabul:

http://www.youtube.com/user/zdf?blend=1&ob=4#p/search/15/4_pMIdRpP04


Updated (16.04.2010):

In Anbetracht der gestrigen tragischen Ereignisse im Raum Baghlan (siehe auch meine Kommentierungen) möchte ich auch meinen Artikel "Im Gedenken" nochmals in Erinnerung bringen.

Und im Zusammenhang mit Baghlan die Bemerkung, daß der Angriff auf ein mit internationalem Schutzzeichen gekennzeichnetes Sanitätsfahrzeug, dessen Besatzung verwundeten Kameraden medizinische Hilfe bringen will, nicht nur der eklatantes Verstoß gegen das Kriegsvölkerrecht ist, sondern ganz generell das Heimtückischste und Hinterhältigste, dessen sog. "Kämpfer" fähig sein können. So können nur Nicht-Kombattanten handeln, Partisanen und Guerillas. Terroristen.

Samstag, 27. Februar 2010

Wie andere Nationen mit ihren Soldaten umgehen

Im Deutschen Bundestag wurden Die Linken des Saales verwiesen, da sie Transparente mit den Namen der getöteten Zivilisten des Luftangriffs bei Kunduz hochhielten.

Warum gedachten sie eigentlich nicht der gefallenen deutschen Soldaten?

Ich bringe da mein persönliches Gedenken in meiner alten Kaserne in Erinnerung (siehe auch hier).

Es wäre zu wünschen, daß sich die deutsche Politik und auch die deutsche Öffentlichkeit mehr mit den Soldatinnen und Soldaten solidarisiert, die dort am Hindukusch im Auftrag des Parlaments ihre Haut zu Markte tragen.

Auch die britische Öffentlichkeit ist gegen den Einsatz in Afghanistan.

Aber sie empfängt ihre Heimkehrer, wie es ihnen gebührt!









Ein P.S.:

Es ist über eine Aufstockung des Kontingentes entschieden. Es gehen also erneut Männer und Frauen in einen lebensgefährlichen Einsatz. Und die Öffentlichkeit geht zur "Tagesordnung" über. Es mag dahingestellt sein, wie ich über den Einsatz denke, ob das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes am Hindukusch verteidigt werden, aber als ehemaliger Soldat (siehe auch in meiner Vita) gilt meine Verbundenheit den Soldatinnen und Soldaten. Verbunden mit der Hoffnung, daß ihr harter Dienst die gebührende Anerkennung findet. Und sie nicht alleine gelassen werden, wenn sie mit PTBS aus dem Einsatz zurückkehren.

Sonntag, 28. Juni 2009

Im Andenken an die toten Kameraden



Am Samstag fand im Feldlager Kunduz das militärische Trauerzeremoniell für die drei jüngst im Kampf gefallenen deutschen Soldaten statt.

Wir waren am Samstag in Zweibrücken. Nach 28 Jahren habe ich zum ersten Mal wieder die Niederauerbachkaserne betreten und an der Gedenkstätte für die im Einsatz gefallenen Kameraden einen Blumenstrauß niedergelegt.

Ich habe, was ich bislang nur von den Veteranen des D-Day auf den Soldatenfriedhöfen der Normandie kannte, vor der Gedenkstätte salutiert und den toten Soldaten, als ehemaliger Soldat, mit der militärischen Ehrenbezeugung meine Achtung, meinen Respekt und auch meine Trauer bekundet.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Trauer und Wut ("Bring the boys home!")

Wieder ist ein Soldat des Fallschirmjägerbataillons 263 unter den Gefallenen in Afghanistan.

Es erfüllt mich mit Trauer und Wut.

Nein, es war nicht mein Bataillon. Es war meine Kaserne.

Als Einheitsführer in der Reserve war ich von 1977 bis 1981 Jahr für Jahr bei den Jägern des Heimatschutzkommandos in der Zweibrücker Niederauerbachkaserne.

Und deshalb sind die Zweibrücker Soldaten für mich noch immer meine Kameraden, auch wenn ich lange schon nicht mehr beordert bin.

Und deshalb empfinde ich Trauer.

Und ich empfinde Wut, weil es der geneigten deutschen Öffentlichkeit (auch der medialen!) reichlich am A... vorbeigeht, was unsere Soldatinnen und Soldaten dort unter Einsatz ihres Lebens leisten.

Das ist weit weg, da hinten am Hindukusch.

Und diese Männer und Frauen kommen mit PTBS (Posttraumatisches Belastungssyndrom) aus dem Einsatz zurück. Wenn sie denn lebend zurückkommen und nicht im Sarg.

Und Deutschland und seine Politik geht zur Tagesordnung über.