Nochmal zum Cabrio zurück: auf diesem Foto sieht man es ein bißchen besser, daß unser Peugeot 207 CC einen Heckspoiler hat.
Und jetzt denkt sicher die halbe Welt: Ach, so ein Angeberflügel!
Weit gefehlt. Das Teil erfüllt ziemlich elementare Funktionen, was die Fahrsicherheit und die Stabilität des Fahrzeugs angeht.
Der Spoiler war da nicht von Anfang an drauf. Den habe ich nachträglich anbringen lassen.
Zum Hintergrund: ich merkte ziemlich gleich, daß dieses französische Cabrio auch für französische Verkehrsverhältnisse gebaut war. Bekanntermaßen gibt es in Frankreich auf den Autobahnen ein Tempolimit von 130 km/h. Und genau bis zu diesen 130 Stundenkilometern war der Wagen auch stabil. Nun muß man aber auf deutschen Autobahnen doch manchmal schneller als 130 fahren. Schon allein, weil von hinten irgend so eine gestochene Wildsau angebrettert kommt und dich mit der Lichthupe bedrängelt, wenn du gerade einen LKW überholst. Wer die A6 kennt weiß, wovon ich rede.
Aber bei höherem Tempo (immerhin ist das Ding 210 km/h schnell) merkte ich, wie das Auto "schwammig" wurde. Ich hatte besonders in langgezogenen Autobahnkurven das Gefühl, gleich abzuheben oder ins Schleudern zu geraten.
Ich kannte dieses Problem aber schon bei meinem ersten Honda CRX Targa, der auch erst durch Montage eines Heckspoilers an Stabilität gewonnen hatte.
Und, gottseidank, wurde ich bei einem Tuner fündig und fand den Heckspoiler.
Seit der montiert ist (das sind 85 kg mehr Anpressdruck auf der Hinterachse) liegt der Franzosen-Flitzer wie ein Brett auf der Straße.
Chaînes des Alpilles bei Saint-Remy-de-Provence in Südfrankreich, Honda S2000 Roadster
Sportwagen Roadster und Cabrios gehören gewiß mit zum Faszinierendsten (s. auch), was es auf vier Rädern gibt. Und sie gehören zu meinen beliebtesten Motiven. Nicht nur - aber auch - weil ich selbst seit 1983 Sportwagen, Targas, Roadster und Cabrios fahre.
Zu den absoluten - und seltenen - Stars gehört m.E. der S2000, ein puristischer Roadster des japanischen Herstellers Honda.
Eine Hommage an unsere beiden Honda S2000 Roadster. Dieser japanische Sportwagen ist eine faszinierende Fahrmaschine. 240 PS, hochdrehend bis 9.000 U/min., das verspricht Leistung pur. Auf kurvenreichen Corniches, die man dank der hervorragenden Straßenlage und des griffigen Momo-Lederlenkrades mit Bravour meistert.
It's a tribute to our both Honda S2000 Roadster we drove from 2002 to 2007. It's a really fun-making sportscar, especially on narrow and twisting country roads. With those cars we visited Britanny in France. Therefore most pictures are taken there. But also here in Germany and in winter times we had fun with it.
Un hommage à nos roadsters Honda S2000. Avec cette voiture de sport nous avons visité la Bretagne plusieurs fois. Pourquoi la plupart des images sont prises la-bas.
Wir haben mit dem S2000 nicht nur vielfach die Bretagne bereist, sondern auch die Provence in Südfrankreich. Eine Region mit einmaligem und unverwechselbaren Flair, mit kultureller und ethnischer Vielfalt. Das alte Land Oc der Troubadoure.
Gerade die engen und kurvenreichen (und schlecht gesicherten!) Straßen der Chaîne des Alpilles oder des Luberon sind eine wahre Herausforderung für den ambitionierten Roadsterfahrer.
Die Franzosen, und ganz speziell natürlich die Südfranzosen, das ist eine automobile Nation. Hier erregen Sportwagen noch ungeteilte Aufmerksamkeit und man wird geradezu (besonders von den Jungs) mit Fragen bombardiert. Selbst wenn neben einem ein Cooper steht, der doch nun auch eine veritable Rennmaschine ist.
Auto-Fotos und Reportagen mache ich auch zur Verwendung in Kundenmagazinen der Hersteller. Und dabei geht es darum, den Spaß-Faktor rüberzubringe. D.h. die Fotos sollen authentisch ("Life & alive") sein und gleichzeitig das Lebensgefühl vermitteln, das die "Message" des jeweiligen Autos ist. Denn Autos sind bekanntermaßen nicht nur Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen.
Meine Bilder mache ich mit den Nikkoren 2,8/20 mm, 2,0/35 mm, 1,4/85 mm und 2,8/180 mm. Seltener kommen das Nikkor-Zoom 2,8/80-200 mm und das Tamron 2,8/300 mm zum Einsatz.
Die Weitwinkel sind im Regelfall mit Polfilter bestückt und werden in Verbindung mit einem Fill-In-Flash (1 Blende Unterbelichtung) eingesetzt. Ich arbeite durchgängig mit Blende 5,6.
Wenn man Autos fotografiert, dann sollte man - wie bei allen Sujets - bereits bei der Aufnahme an mögliche Verwendungen denken. Etwa auch an Taschenbuchtitel. Das heißt: In Querformaten, aber auch in Hochformaten fotografieren. Und dabei ist auch immer an die Typographie zu denken. Und zwar großzügig. Dazu ein Beispiel, bei dem ich mal selbst quasi ein Buchcover designt habe und es dem unbearbeiteten Roh-Foto gegenüberstelle.
Ich denke, auch wenn ich Autos ablichte, immer in Aufmachern. In Magazinen. Ich denke auch in Doppelseiten. Das heißt, immer Variationen aufnehmen. Auch solche mit "Fleisch". Für Texteinblendungen, für die Typographie. Material, mit dem der Layouter arbeiten und "spielen" kann. Folgend zwei solcher "Spielereien" von mir.
Last but not least noch der Clip zu unserem aktuellen Flitzer Peugeot 207 CC.
Mehr als drei Jahre fahren wir nun unseren Peugeot 207 CC und mehr als 90.000 Kilometer hat er mittlerweile "abgerissen". Grund genug, ihm nochmal einen Film zu widmen. Eine Art von Liebeserklärung an unsere unermüdliche Fahrmaschine. Denn nach den drei Jahren sind wir von unserem Franzosenflitzer noch immer begeistert. Er ist nicht nur frech, sondern auch sportlich und agil. Er bietet Fahrspaß mit Roadster-Qualitäten. Und das können wir durchaus beurteilen, fuhren wir doch vorher zwei 240 PS starke Honda S2000 (erst einen roten, dann den silbernen, den man im Vorspann des Films sieht). Doppelt so stark motorisiert, aber auch mindestens doppelt so durstig. Manchmal fehlt einem zwar doch etwas wehmütig dieser gewaltige Schub des höchstdrehendsten Seriensportwagens der Welt, doch (man ist ja bescheiden heutzutage) auch der Peugeot hat keinen schlechten Anzug. Und ob ein Auto nun 240 km/h schnell ist oder "nur" 210, das dürfte heutigentags ziemlich egal sein. En passant: eine wesentliche Modifikation haben wir an dem Fahrzeug vorgenommen. Das ist der Heckspoiler, der für eine wesentlich bessere Straßenlage sorgt. Denn speziell in schnell gefahrenen langgezogenen Autobahnkurven war das Fahrzeug etwas "schwammig" (in seinem Mutterland Frankreich ist ja Tempolimit 130 km/h auf Autobahnen und bis zu ziemlich genau dieser Geschwindigkeit lag er wie ein Brett auf der Straße, aber darüber hinaus war's ohne den Spoiler etwas kritisch). Diese Spoiler gibt es nicht bei Peugeot, sondern bei Tunern wie Musketier oder Frenchpower. Und was mir persönlich noch abgeht, das ist ein kleineres und besser konturiertes Lederlenkrad. Auch das aus dem 207 RC (das es im Modell Roland Garros gibt) ist noch zu groß für ein solch sportliches Auto.
===> Bildmaterial zu den vorgestellten Themen auf meinem Mecom-Pool (auch über APIS und i-picturemaxx)
Und bei der Bildmaschine:
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... daß ich durch meine vielfältigen Artikel und Filme über unseren spritzigen Franzosen Peugeot 207 CC wohl doch bei einer Reihe von eifrigen Lesern die Freude am Cabrio-Fahren wecken konnte. Es freut mich umsomehr als doch auch einige ihre Freude an diesem schnittigen Blech-Klappdach-Cabrio entdecken durften. En passant: diesen Dachmechanismus hat Peugeot schon in den 20-er Jahren erfunden.
In der "Neuzeit" des Automobils sah man ihn dann als erstes am Mercedes SLK-Roadster. Aber auch schon das Vorgängermodell des 207-er Cabrios, der 206 CC, war mit diesem pfiffigen Mechanismus ausgestattet.
Frischluftvergnügen seit 28 Jahren
Der Peugeot war ja nicht unser erstes offenes Auto gewesen. Den Spaß am Offenfahren haben wir schon lange entdeckt.
Noch vor dem Peugeot nannten wir eine 240-PS-Granate unser eigen, den Honda S2000 Roadster. Den letzten in elegantem dunkelgrau metallic (aber mit roten Ledersitzen!). Wir fuhren insgesamt zwei dieser puristischen Fahrmaschinen mit dem ungeheuren Vorwärtsschub.
Harlesiel oder der Wilhelmshavener Helgolandkai waren auch damit beliebte Ziele. Salzluft, Nordseebrise, das ist im offenen Auto ein unbeschreibliches Erlebnis.
Doch zurück zur Headline: Ich fahre seit 1983 Sportwagen. Und schon der erste, ein VW Scirocco GT mit bescheidenen 85 PS hatte zumindest ein großes Schiebedach. Wie auch sein Nachfolger, das erste 110 PS starke CRX-Coupe von Honda, das ich mir im Herbst 1985 zulegte. Dessen Schiebedach war riesig dimensioniert und fuhr deshalb auch nach außen aus, wenn es den Himmel über dem Fahrer freigab. Fast also schon ein Cabrio.
Der CRX Targa, das erste "richtig" offene Auto
Honda hat eine Modellpolitik, die ich - in aller Bescheidenheit - als "eigenartig" bezeichne. Zwei dieser Coupés mit Cabrio-Feeling fuhr ich, dann wurde seine Produktion eingestellt.
Der Nachfolger war ein zweisitziger Targa. Diesen neuen CRX gab es mit 135 PS als ESi oder mit 160 PS als VTI.
Und bei diesem Auto habe ich bereits ein sehr nützliches Zubehörteil schätzen gelernt: den Heckspoiler, der dem Wagen deutlich mehr Anpreßdruck auf den Hinterrädern verleiht und somit für eine satte Straßenlage auch bei hohen Geschwindigkeiten sorgt. Weshalb auch bei unserem Peugeot von Anfang an ein solcher Spoiler mit erworben wurde.
Peugeot hat diese Teile nicht selbst im Angebot, so daß man auf Tuner wie Musketier oder Frenchpower zurückgreifen muß.
... und zwischendurch dann doch ein geschlossenes Coupé
Hatte ich nicht geschrieben, Honda habe eine eigenartige Modellpolitik? Nach 6 Jahren und zwei CRX Targas wurde auch dessen Produktion eingestellt!
Der gerade neu vorgestellte S2000 mit seinen damals 230 PS zu einem Preis von 60.000,-- DM war uns erstmal doch "eine Nummer zu groß". Der weiße Integra Type R (190 PS, 230 km/h schnell) war da schon etwas "preiswerter". Trotzdem auch er z.B. nur Bridgestone Potenza Schlappen aufgezogen kriegen durfte.
90.000 Kilometer haben wir in den drei Jahren mit ihm "abgerissen" und zwischen Dreieck Walsrode und Bremen durfte er das ein oder andere Mal seine ganze Potenz ("grollen, fauchen, jubeln") ausspielen. Ein rassereiner Rennwagen mit Straßenzulassung! Den zu fahren auch meiner Frau einen Riesenspaß machte. Besonders, wenn sich irgendwelche Macho-Typen mit ihr "Ampel-Spurt-Rennen" liefern wollten. Da hat so mancher dieser Möchtegerns vor Zorn ins Lenkrad gebissen!
Back to the roots: der S2000
Aber, großes aber, er hatte noch nicht mal ein Schiebedach. Das passte bei seiner Leichtbauweise einfach nicht rein. Und wenn der Sommer heiß ist, dann ist das nicht schön. Da wird es im Cockpit schnell verdammt heiß. Denn eine Klimaanlage hatte die Rennmaschine mit den körpernahen Recaro Speed Schalensitzen verständlicherweise auch nicht.
Dann haben wir uns doch noch den S2000 gekauft. Der erste, der rote Renner, war ein wahrer Eye-Catcher. Doch den hat uns nach zwei Jahren, im August 2004, eine bei Rot über die Kreuzung bretternde Dame leider verschrottet. Und weil grad einer rumstand sind wir dann auf das unauffällige Silber umgestiegen.
Zurück zum Peugeot 207 CC: wenig durstig
Mit den S2000 musste ich Super Plus oder V-Power tanken. Beim Peugeot tue ich das nur, wenn's kein "normales" Super an der Tankstelle gibt. Denn E10 kommt mir nicht in die Tüte, äh, in den Tank.
Und derweil die hochdrehenden Roadster (bis über 9.000 U/Min.) anständige Säufer gewesen sind, so ist der 207 CC sehr maßvoll. Im Schnitt 7 Liter auf 100 Kilometer kann man nicht anders bezeichnen.
Auf meinem YouTube-Kanal habe ich über das Franzosen-Cabrio eine Playlist zusammengestellt.
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