Mittwoch, 29. September 2010

Historia - historisches Bildmaterial - Investition in die Zukunft

Nicht nur zu Jahrestagen besteht ein großer Bedarf nach historischem oder zeitgeschichtlichem Bildmaterial. Und nicht nur die Verlage von Chroniken, Lexika oder Schulbüchern gehören zu den regelmäßigen Verwendern.

Und manche "alten" Themen kochen ganz aktuell wieder hoch. Etwa, wenn es um die Laufzeitverlängerung von deutschen Kernkraftwerken geht. Da ist dann auch plötzlich das "alte" Bildmaterial von "damals" wieder gefragt.

Und historisch sind auch bereits Bilder, die man selbst vor 10 Jahren aufgenommen hat (Da war doch was, hieß das nicht Jahrtausendwende? Jedenfalls war da Punkt Mitternacht in Düsseldorf am Rheinufer ein gewaltiges Feuerwerk zu bestaunen, mit Tausenden von Zuschauern.), damals - natürlich - auf Film. Und da man, glaube ich jedenfalls, nicht so oft im Leben von einem Millenium ins nächste wechselt, so erscheint es mir doch recht opportun, davon Bilder zu haben.

Mal ganz zu schweigen von Abzügen, Platten, Negativen, die man so ansammelt, wenn man etwas historisch interessiert ist. Aus den Zwanzigern des 20. Jahrhunderts oder gar (wie das Bild rechts von meiner Großmutter mütterlicherseits) aus dem 19. Jahrhundert (ca. 1894).

Bereits frühzeitig habe ich begonnen, neben meiner eigenen Arbeit an zeitgeschichtlichen Themen, nach historischen Sammlungen zu forschen. Ich habe dazu etliche Dachböden durchstöbert, Fotoalben geflöht, habe vieles käuflich erworben und aus dem eigenen Familienbesitz manches vor dem vorschnellen Wegwerfen bewahrt.

Auch in meiner Hommage an meine Eltern sieht man deshalb Fotos mit mittlerweile historischem Wert. Alltagsszenen aus vergangenen Tagen. Meist waren das Knipserschnappschüsse, aber das spielt bei der Suche nach historischen Bildern - etwa aus den Sechzigern - rein gar keine Rolle. Ob die Bilder "scharf" sind (nach heutigen Kriterien) ist dto. recht egal. Was zählt ist Originalität. Gut, wenn dann noch die Negative vorhanden sind, die man (denn natürlich will der Kunde von heute eine Datei) fürs Archiv digitalisieren kann. Flachbett- und Filmscanner gehören daher zu meinen früh erworbenen und ganz selbstverständlichen Ausrüstungsgegenständen, um aus meinen "Schätzchen" reprofähige Dateien zu erstellen.



Schadet übrigens auch nicht, wenn man immer mal wieder auch seine Fotoapparate so im Laufe der Jahre fotografiert hat. Ist auch ein Stück Geschichte, nicht nur die Dokumentation des eigenen Lebens, sondern ein Stück Technik-Geschichte.

Sie war DIE Profikamera der Siebziger Jahre und auch heute noch ist sie vielfach im Einsatz, auch wenn längst die digitale Fotografie ihren Siegeszug angetreten hat und alle Welt nur noch auf Chip und nicht mehr auf Film fotografiert: die Nikon F2. Ihre Fotografen haben Pulitzerpreise und World Press Photo Awards eingeheimst. Sie war in den Händen harter Profis und anspruchsvoller Amateure. Die mit ihr aufgenommenen Bilder kleben in Familienalben und hängen in Museen, haben Bildbände illustriert und wurden in Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt. Zeit für eine Hommage an die Legende. Die Nikon F2 ist eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera, die als Nachfolgerin der Nikon F die Dominanz der Firma Nikon im Bereich der Kleinbildspiegelreflexkameras weiter ausbaute. Sie gilt vielen als die beste mechanische Kamera und nimmt ihren Platz unter legendären Kameras wie der Nikon SP, der Nikon F, der Hasselblad 500 C/M oder der Leica M ein. Die Nikon F2 wurde 1971 vorgestellt und 1980 von der Nikon F3 abgelöst, die den Erfolg des japanischen Herstellers Nikon im professionellen Kleinbildsektor fortführen konnte, bis diese Spitzenposition in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts nach der Einführung der Nikon F4 an die Firma Canon ging. Auch nach Jahrzehnten lässt sich die Nikon F2 problemlos einsetzen. Sie funktioniert noch immer und die meisten aktuellen Objektive mit dem F-Bajonett können weiter verwendet werden (Ausnahme: AF-G Objektive ohne Blendenring, DX-Objektive für Digitalkameras mit kleinerem Bildkreis und APS-Objektive). // Links: Paar bei Ausflug, Stadtbesichtigung (Luxembourg), fotografieren ihr Spiegelbild, Foto rechts: Fotoreporter.
Apropos Ken Rockwell: Er ist (Zitat: siehe hier) "ein Fotograf, von dem man eine Menge lernen kann wenn man bereit ist, den Megapixel-Wahn, die Suche nach der absoluten Schärfe und das Equipment-Schwanzmessen über Bord zu werfen". In diesem Sinne liebe ich auch The Public Eye Blog von Martin Storz (siehe z.B.: Mythos Megapixel).

===> Mein historisches Bildmaterial finden interessierte Redakteure und Lektoren auf meinem Mecom-Pool (auch über APIS und i-picturemaxx)

Und bei der Bildmaschine:

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In Memoriam Kurt Albert

Gestern Abend ist in der Universitätsklinik Erlangen Kurt Albert im Alter von 56 Jahren verstorben.

Albert, gebürtiger Nürnberger und einer von Deutschlands bekanntesten Alpinisten, war Sonntag gegen Mittag auf dem Höhenglücksteig bei Hirschbach in der Oberpfalz als einer von drei Führern einer Gruppe abgestürzt und lebensgefährlich verletzt worden.

Kurt Albert ist der Vater des Rotpunkts, er hat in den Siebzigern das Freiklettern in Deutschland eingeführt und unternahm Expeditionen zu den schwierigsten Kletterrouten der Welt.

Artikel bei alpin.de.

Ein Interview mit ihm über die Zukunft des Kletterns aus jüngerer Zeit aus der Reihe "Salewa Rockshow":



Der Trailer zu Buch und DVD "Fight Gravity" von Kurt Albert:

Dienstag, 28. September 2010

Der abgeklebte Schriftzug und das rote Farbtape

Was hat es eigentlich mit dem schwarz abgeklebten Nikon-Schriftzug und dem roten Tape auf dem Prisma auf sich?

Diese Frage wird mir im Zusammenhang mit meinen Filmen über die Nikon F2, die absolute und unerreichte Legende unter den Spiegelreflexkameras, oft gestellt.



Denn in diesem Clip sieht man beides ganz deutlich. Und auch im Video "Faszination Nikon" ...



... ist überall der Nikon-Schriftzug abgetaped.

Nun, das ist eine alte "Reporter-Marotte", die aber durchaus einen Hintergrund hat. Und noch heute sinnvoll ist (außer die Sache mit dem roten Tape, doch dazu weiter unten mehr).

Schwarz zukleben, das hatte sich bei Fotografen in Kriegs- und Krisengebieten aus gutem Grund eingebürgert. Ebenso wie die schwarzen Kameragehäuse, die doch viel schneller zerkratzten als verchromte (und wenn man ein verchromtes Gehäuse hatte, dann waren die Chromteile auch schwarz getaped).

Denn der weiße Schriftzug oder Chromteile waren weithin sichtbar. Und das hätte im Zweifelsfall recht "ungesund" sein können. Man fiel schlicht und ergreifend weniger auf, man stach weniger ins Auge, auch in das eventueller Scharfschützen. Denn der Fotograf bewegt sich auf dem Gefechtsfeld nicht anders als der Soldat. Bloß nicht auffallen! Bloß kein Ziel bieten!



Auch generell auf Reisen war es durchaus opportun, daß nicht jeder sofort "Nikon" lesen konnte. Das machte (ebenso wie ihre Kratzer) eine Kamera weniger anfällig gegen Diebstahl. Wer klaut schon so ein olles Ding, wo man noch nicht mal sieht, was das für eine ist? Deswegen wird auch heute auf Auslandsreisen noch immer der Schriftzug abgeklebt. Angewandte Psychologie für Reise-Reporter nennt man das.



Das rote Tape hatte in den Zeiten, da man noch auf Film "knipste" auch seine Bedeutung. Es signalisierte mir auf einen Blick, in diesem Gehäuse war der Film des "Gelben Riesen" mit der roten Typenbezeichnung: Kodachrome 64.

"Argentique où numerique?", film or digital, analog oder digital, das ist zwar durchaus noch eine Frage, aber Kodachrome gibt es nicht mehr und deshalb ist das rote Tape bedeutungslos geworden. Nun ja, heute sagt's mir, da ist Fujichrome Velvia drin ....

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Montag, 27. September 2010

Strafanzeige gegen die Bundesregierung durch Initiative aus Aurich erstattet

Von friesensteinTV:



Der Text der Strafanzeige:

Hiermit erstatten wir, die Unterzeichner, Strafanzeige gegen alle Mitglieder der amtierenden Bundesregierung und gegen Unbekannt, da auch andere Außenstehende an den aktuellen Vorgängen beteiligt sind.

1.) Bruch des Amtseides

2.) Missachtung eines Verfassungsorgans (hier das Bundesverfassungsgericht)

3.) Willkürlichkeit im Amt

4.) Missachtung des Grundgesetzes

5.) Nötigung mit besonderer Schwere

6.) schwere Körperverletzung

Diese Strafanzeige bezieht sich auf die aktuelle Bekanntgabe der neuen Hartz4 Regelungen, die verfassungswidrig sind, wie ja in den Urteil vom Februar des BVerfG, diesen Jahres, nachzulesen ist.

Wir erwarten, dass die Strafanzeige verfolgt wird und nicht durch Nichthandeln ignoriert wird, was unserer Auffassung ebenfalls Verfassungsbruch und Rechtsbeugung wäre.

Wir wollen nicht weiter wie die 3 Affen zusehen, wie unser demokratische Sozialstaat, so steht es im Grundgesetz, durch Missachtung von Recht, Gesetz und Verfassungsorganen, zu Grabe getragen wird.

Weiterhin bitten wir zu prüfen, ob im Falle der Laufzeitzeitverlängerungen von Atomkraftwerken nicht auch gegen Gesetze verstoßen wurde oder ob hier nicht auch Korruption im Spiel ist.

Bitte teilen Sie uns ein Aktenzeichen mit und berichten Sie uns über den Ausgang der Ermittlungen.

gezeichnet:

Jörg Rogall


... es folgen ab hier weitere Namen von Unterzeichnern ...

Aurich, 27.09.2010

Arbeitsloseninitiative Aurich e.V.,
Große Mühlenwallstr. 32,
26603 Aurich

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Verwandtes Thema ...

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Aktualisiert:

Aus dem Kanal von HartzIVgewinnt:



Artikel "Der Hartz-IV-Skandal" bei stern.de.

Aus dem Kanal von Zeitgeistmonitor:




Ein persönliches P.S.:

Wir, das sind meine Frau und ich, unterstützen aus tiefster Überzeugung alle Initiativen, die das Ziel verfolgen, Menschen ein menschenwürdiges Leben ohne existenzielle Not zu ermöglichen. Wir wenden uns gegen jede Form der sozialen Ausgrenzung, Diskriminierung und Ausbeutung. Ich habe zu der Thematik auch in meinem Statement in anderem Zusammenhang auf meinem Wordpress-Blog etwas geschrieben. Und das bezieht sich selbstverständlich nicht nur "berufsständig" auf Journalisten und Fotografen, sondern auf alle Menschen.

Und wenn nun der ein oder andere glaubt, hier einen Widerspruch zu erkennen, wo wir uns doch selbst in unserer Arbeit dem Lifestyle zugewandt haben, so ist dazu zu sagen:

Nein, das ist kein Widerspruch! Man muß nicht selbst in Sack und Asche gehen, um sich für Menschenwürde einzusetzen!